Fünf LSG-Athleten aus der Trainingsgruppe von Martin Böhm und Sven Medenbach gingen am Sonntag beim 4. Frankfurter Wintercup in der großen Leichtathletik-Halle in Frankfurt-Kalbach an den Start. Dieser Formtest verlief in jeder Hinsicht erfolgreich. Viele neue Bestleistungen wurden aufgestellt und sogar eine Qualifikationsleistung für die Deutschen Hallenmeisterschaften erbracht.

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Gut gelaunt unter dem Hallendach in Frankfurt-Kalbach (v. li.):
Lea Seyffert, Lukas Glöckner und Chantal Ferdinand (LSG) mit Marija Dedic (TG Camberg),
die in der LSG-Trainingsgruppe von Sven Medenbach und Martin Böhm mittrainiert.

Bereits am Morgen ging es für Milla Nierfeld im Weitsprung der U18 los. In einem starken Teilnehmerfeld belegte sie mit beachtlichen 5,15 m den guten 7. Platz. Sie hatte eine sehr gute Sprungserie und sprang die 5,15 m sogar zweimal. Chantal Ferdinand (Frauen) sprintete die 60 m Hürden in erfreulichen 9,68 s (13.) so schnell wie noch nie. Sie verbesserte sich um 4 Zehntelsekunden. Auch über 60 m stellte sie mit 8,35 s im Vorlauf eine neue Bestzeit auf. Im Weitsprung gelang ihr mit 4,90 m (14.) eine solide Leistung. Verena Flato erzielte in ihrem ersten 60 m-Lauf in der Halle 8,75 s im Vorlauf und 4,57 m im Weitsprung der Frauen (17.).

Sprinterin Lea Seyffert präsentierte sich bereits im Vorlauf mit 8,00 s so schnell wie seit Jahren nicht mehr. Damit qualifizierte sie sich im mit 34 Läuferinnen starken Teilnehmerfeld für das B-Finale und steigerte sich hier erneut. Mit ausgezeichneten 7,96 s gelang ihr eine neue Bestzeit und der starke 3. Platz. Ihr Trainer Martin Böhm war vollauf zufrieden: „Es war ein hervorragender Lauf mit einem sehr guten Start“, war sein Kommentar. Auch über 200 m erwischte die 28-Jährige einen guten Start und zeigte sich auch hier mit tollen 26,35 s und Rang 7 gut in Form.

Herausragend präsentierte sich einmal mehr Lukas Glöckner in der Männerklasse. Der 22-Jährige zeigte bereits im Vorlauf über 60 m, dass er mit der nationalen Spitze mithalten kann. Mit erstklassigen 6,99 s sprintete er eine neue Bestleistung und qualifizierte sich im 53-köpfigen Teilnehmerfeld als 5. für das A-Finale der besten Acht. Hier steigerte er sich erneut auf bärenstarke 6,97 s (5.). Noch besser lief es über 200 m. Unter den 30 Startern setzte er sich mit exzellenten 21,87 s als 3. durch und erzielte damit die B-Norm für die Deutschen Hallenmeisterschaften, die Mitte Februar in Leipzig ausgetragen werden. Sein Trainer Martin Böhm war begeistert: „von vorne bis hinten ein sehr starker Lauf!“ Die A-Norm für Leipzig, mit der er sich direkt qualifizieren würde, liegt bei 21,60 s. Als B-Normerfüller bekommt man nur dann ein Startrecht, wenn nach Abzug der gemeldeten A-Normerfüller noch genügend Startplätze von den insgesamt 18 über 200 m zur Verfügung stehen.

Wie stark Lukas Zeit einzuordnen ist, zeigt der Blick auf die beiden Erstplatzierten in Frankfurt über 200 m: Erster wurde der Olympiateilnehmer Steven Müller (Friedberg) mit 21,72 s und Platz 2 ging mit 21,74 s an den mehrfachen Deutschen Meister über 200 m, Robin Erewa vom TV Wattenscheid.