Gleich drei Qualifikationen für Deutsche Meisterschaften fuhren die LSG-Athlet*innen am Sonntag bei der Bahneröffnung in Aschaffenburg ein. Zuerst sprintete Milla Nierfeld die 100 m Hürden in der wJU20 in 14,99 s so schnell wie noch nie und verbesserte sich damit um 4 Zehntelsekunden innerhalb von zwei Wochen. Gleichzeitig unterbot sie die Norm für die U20 DM in Wattenscheid Mitte Juli deutlich (15,20 s) und wurde Zweite hinter Emma Kaul, der Schwester des Zehnkämpfers Niklas Kaul aus Mainz. Wenig später siegte dann Marija Dedic mit 12,10 s im 100 m-Frauenlauf und erreichte damit nicht nur eine neue persönliche Bestzeit, sondern exakt die Qualileistung für die Deutschen U23 Meisterschaften in Ulm Anfang Juli.

Schnell über die 100 m Hürden unterwegs (v. li.): Chantal Ferdinand und Milla Nierfeld.

Auf der Stadionrunde mit 10 Hindernissen, dem 400 m Hürdenlauf der Männer, feierte Lukas Glöckner einen Saisoneinstieg nach Maß. Erst in der letzten Woche hatte er beim Abendsportfest in Pfungstadt über 200 m die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Dresden erreicht. Nun stieg er über 400 m Hürden mit 53,06 s so schnell in die Saison ein wie noch nie und schaffte auch damit die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften. Es fehlen ihm aktuell nur 6 Hundertstelsekunden zur A-Norm, die die sichere Teilnahme bedeuten würden. Leider ging der 23-Jährige nach Einschätzung seines Trainers Martin Böhm etwas zu schnell an und kam deshalb mit seinem schwächeren Bein an die erste Hürde, bevor er auf drei Abständen einen 14er Rhythmus schaffte.

Sein schnellster Saisoneinstieg über 400 m Hürden: Lukas Glöckner knackt gleich die B-Norm für die Deutschen Meisterschaften in Dresden.

Mit einem perfekten Start gelang Chantal Ferdinand auf der 100 m-Hürdenstrecke der Frauen mit 15,68 s eine tolle Zeit. Sie war damit eine Sekunde schneller als zwei Wochen zuvor in Friedberg. Im Wettkampf bedeutete das Platz 3 in einem starken Feld. Auf den 200 m war sie mit 27,54 s deutlich verbessert und wurde Zweite. Im Weitsprung kam sie mit 4,65 m auf Platz 5.

Großes Pech hatte zunächst Phillipp Welcker, bei dem die Zeitmessung des 100 m-Sprints nicht funktionierte und er so noch einmal antreten musste. Im zweiten Anlauf schaffte er trotz 2,8 m pro Sekunde Gegenwindes eine neue persönliche Bestzeit von starken 11,91 s und wurde damit in der mJU18 Zweiter. Im Weitsprung kam er bei böigen Winden, die permanent den Anlauf störten, auf 5,92 m und Platz 3.

Stellte mit starken 11,91 s eine neue persönliche Bestzeit über 100 m der mJU18 auf.

Nach ihrem exzellenten Hürdensprint gelangen Milla Nierfeld als Tagessiegerin im Weitsprung 5,17 m sowie 9,63 m mit der 4 kg-Kugel - neue persönliche Bestleistung und Platz 3. In der wJU18 wurde Pauline Stahl über 100 m sehr gute Dritte mit 13,40 s und ihre Vereinskameradin Josi Kargbo in neuer persönlicher Bestzeit von 13,61 s Sechste. Pauline sicherte sich dazu auch im 200 m-Sprint in 27,99 s Platz 3. Josi hatte im Weitsprung leider wie Philipp mit den böigen Winden zu kämpfen, weshalb ihr Anlauf nicht passte und sie mit 4,52 m und Rang 6 unter ihren Möglichkeiten blieb.

Sprintete in 13,61 s über 100 m der wJU18 so schnell wie noch nie: Josi Kargbo.

Pauline Stahl kurz nach ihrem Start über 200 m der wJU18.