Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Dass dieser Satz auch im Zusammenhang mit der Organisation einer Weltmeisterschaft zutreffen könnte, ist ungewöhnlich, aber Realität für Friederike Schoppe. Eigentlich sollte sie heute im Flugzeug Richtung Indien sitzen, doch die Weltmeisterschaften im 50 km-Lauf in Neu Delhi wurden kurzfristig verschoben.

Letzten Freitag war Friederike darüber informiert worden. Da befand sie sich bereits in der sog. Taperingphase – also in der Erholungsphase vor dem Wettkampf. Heißt: man hat die anstrengende Trainingsphase – den Trainingshöhepunkt – bereits hinter sich und regeneriert sich mit nur noch leichtem Training, um ausgeruht ins Rennen zu gehen und die maximale Leistung abrufen zu können.

Der neue Termin wurde für den 14. März 2026 angesetzt. „Dies ermöglicht eine kurze Regeneration und einen kompletten neuen spezifischen Trainingsaufbau - mental nicht einfach, aber trainingstechnisch machbar“, so ihre persönliche Einschätzung. Friederikes Planung ist daher nun eine kurze Regenerationsphase, dann eine neue Aufbauphase bis Ende des Jahres und im Anschluss eine erneute 10-wöchige spezifische Vorbereitungsphase.

Sehr misslich ist, dass der neue WM-Termin mit den Deutschen Meisterschaften über 50 km zusammenfällt und die vier Frauen des Nationalteams damit nicht an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen können.

Die Luftqualität in Indien wird im März sicherlich besser sein, die Herausforderung wird dann eher in den klimatischen Bedingungen, möglicherweise hohen Temperaturen liegen.