Lu Nierfeld startet beim 11. Deutschen Talent-Mehrsprung-Cup

Zum 3. Mal veranstaltete der Hessische Leichtathletik Verband (HLV) den Hessischen Talent-Mehrsprungcup in der Leichtathletikhalle Frankfurt-Kalbach. Gesucht wurden die besten Mehrfachspringer*innen aus den Jahrgängen 2010-2012. Mit am Start war Lu Nierfeld in der W14, die im Sommer sowohl im Weitsprung als auch im Mehrfachsprung Hessische Vizemeisterin geworden war und seit kurzem dem hessischen Sprungkader angehört.

Ziel des Mehrsprungcup ist es, junge Athlet*innen und ihre Heimtrainer*innen an Horizontalsprünge als Trainingsmittel heranzuführen. Die Entwicklung von Sprungfähigkeiten stellt eine wertvolle Ressource in der leichtathletischen Grundausbildung junger Athlet*innen dar. Sie ist ein sinnvolles Trainingsmittel im Basistraining für den Sprung-, aber auch den Sprint- und Wurfbereich. Zusätzlich will man beim Mehrsprungcup die Schnelligkeit der Athlet*innen testen und bietet daher auch einen 30 m-Sprint mit fliegendem Start an.

Lu erzielte hier erfreuliche 3,65 s und belegte den 3. Platz – gerade einmal 4 Hundertstelsekunden hinter der Siegerin. Im Mehrfachsprung knackte sie zum ersten Mal die 16 m-Marke. Ihr gelang mit starken 16,17 m eine neue persönliche Bestleistung und auch hier wurde sie hervorragende Dritte.

Lu Nierfeld wurde 3. beim Hess. Talent-Mehrsprungcup und tritt nun auch beim Deutschen Talent-Mehrsprung-Cup in der Leichtathletikhalle in Leverkusen an (Fotos oben und links von Stefan Judt, Foto rechts von Thomas Laux).

Beim Mehrfachsprung handelt es sich um einen 5er-Sprung mit Anlauf, der 3 unterschiedliche Sprungvarianten zulässt und mit einem Schlusssprung in die Weitsprunggrube endet. Er kann als 5er-Sprunglauf ausgeführt werden; also die 5 Sprünge mit abwechselndem Bein. Oder als 5er-Hop einbeinig; also alle 5 Sprünge mit demselben Bein. Oder als 5er-Wechselsprung mit dem Rhythmus rechts-rechts-links-links-rechts bzw. umgekehrt. Lu führte ihn als 5er-Sprunglauf aus.

Um die Veranstaltung für die Heimtrainer*innen noch wertvoller zu machen, wurde unmittelbar vor dem Wettkampf ein kleiner Workshop angeboten, an dem Thomas Laux als Lus Heimtrainer teilnahm. HLV Cheftrainer Horizontalsprung, Peter Rouhi, und Assistenztrainerin Dr. Antje Judt stellten das Thema „Ressource Sprung im Nachwuchstraining“ anschaulich dar.

Lu wird nun am Sonntag, dem 14. Dezember, beim 11. Deutschen Talent-Mehrsprung-Cup in der Leichtathletikhalle in Leverkusen teilnehmen und von Dr. Antje Judt betreut werden. 

Die Siegerehrung der besten Drei der W14 beim Hess. Mehrfachsprung Cup in Frankfurt-Kalbach mit LSG-Sprungtalent Lu Nierfeld (3. v. re.) sowie der Leiterin Nachwuchsleitungssport im HLV, Gudrun Rouhi (re.), dem Landestrainer Weit- und Dreisprung, Peter Rouhi (li.), und der Assistenztrainerin Dr. Antje Judt (2. v. re.).

Schlechte Nachrichten für Friederike Schoppe: 50 km Weltmeisterschaft wurde verschoben

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Dass dieser Satz auch im Zusammenhang mit der Organisation einer Weltmeisterschaft zutreffen könnte, ist ungewöhnlich, aber Realität für Friederike Schoppe. Eigentlich sollte sie heute im Flugzeug Richtung Indien sitzen, doch die Weltmeisterschaften im 50 km-Lauf in Neu Delhi wurden kurzfristig verschoben.

Letzten Freitag war Friederike darüber informiert worden. Da befand sie sich bereits in der sog. Taperingphase – also in der Erholungsphase vor dem Wettkampf. Heißt: man hat die anstrengende Trainingsphase – den Trainingshöhepunkt – bereits hinter sich und regeneriert sich mit nur noch leichtem Training, um ausgeruht ins Rennen zu gehen und die maximale Leistung abrufen zu können.

Der neue Termin wurde für den 14. März 2026 angesetzt. „Dies ermöglicht eine kurze Regeneration und einen kompletten neuen spezifischen Trainingsaufbau - mental nicht einfach, aber trainingstechnisch machbar“, so ihre persönliche Einschätzung. Friederikes Planung ist daher nun eine kurze Regenerationsphase, dann eine neue Aufbauphase bis Ende des Jahres und im Anschluss eine erneute 10-wöchige spezifische Vorbereitungsphase.

Sehr misslich ist, dass der neue WM-Termin mit den Deutschen Meisterschaften über 50 km zusammenfällt und die vier Frauen des Nationalteams damit nicht an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen können.

Die Luftqualität in Indien wird im März sicherlich besser sein, die Herausforderung wird dann eher in den klimatischen Bedingungen, möglicherweise hohen Temperaturen liegen.

Bestweiten im Rasenkraftsport in Haßloch – Amelie Rumpf schon wieder mit Hessenrekorden

Beim Rasenkraftsportwettkampf „RKS meets friends II“ im pfälzischen Haßloch startete die LSG mit einem großen Aufgebot von 8 Athlet*innen. Trotz Kälte und Feuchtigkeit an dem nebligen Tag gab es viele Bestleistungen und weitere starke Resultate zu verzeichnen.

Allen voran wieder einmal durch Amelie Rumpf, die in der B-Schülerinnenklasse mit 2306 Punkten einen neuen Hessenrekord aufstellte. Dabei verbesserte sie ihren eigenen Hessenrekord im Rasenkraftsport-Hammerwurf auf tolle 47,47 m und hatte dabei zwei noch wesentlich weitere Würfe ungültig. Im Gewichtwurf kam sie auf 21,70 m und lag damit nur knapp unter ihrem eigenen Hessenrekord. Beim Steinstoßen gelangen ihr solide 8,37 m. Amalia Meyer aus Hadamar gab in Haßloch nicht nur ihr Wettkampfdebüt im LSG-Trikot, sondern auch im Rasenkraftsport - und das in starker Manier! Auch sie startete bei den B-Schülerinnen (W12+13). Beim Steinstoßen wuchtete sie den 3 kg schweren quaderförmigen Stoßstein aus Eisen auf beachtliche 9,09 m. Im Hammerwurf mit dem 2 kg-Hammer kam sie auf erstaunliche 28,68 m und auch mit dem 3 kg-Gewicht überzeugte sie mit 14,46 m. Insgesamt sammelte sie bemerkenswerte 1783 Punkte.

Impressionen vom Hammerwurf mit (oben von links): Stefan Münch, Marie Sahler, Annabelle und Amelie Rumpf.

Ebenfalls ihr Debüt im Rasenkraftsport gab Lotta Schmidt in der C-Schülerinnenklasse. Sie schleuderte den 2 kg-Hammer auf ausgezeichnete 17,32 m, das 3 kg-Gewicht landete bei 10,24 m und der 2 kg-Stein flog auf 6,61 m. Zusammen waren das starke 1229 Punkte. Zweite wurde hier Annabelle Rumpf, die im Hammerwurf mit 11,05 m ganz nah an ihre persönliche Bestleistung herankam.

Marie Sahler siegte bei den Schülerinnen A (W14+15). Ihr gelangen mit dem 3 kg-Hammer solide 40,38 m. Im 3 kg-Gewichtwurf erzielte sie mit 23,51 m eine großartige neue Bestleistung und auch im Steinstoßen war sie so gut wie nie zuvor. Der 3-kg schwere Stein landete bei 8,76 m. Insgesamt ergaben das 2260 Punkte im Dreikampf. Ihr Bruder Philip zeigte mit 1801 Punkten ebenfalls einen tollen Dreikampf bei den B-Schülern. Er warf 28,40 m Hammer, 17,02 m mit dem Gewicht und stieß den 3 kg-Stein auf 8,19 m.

Schnappschüsse vom Steinstoßen von (oben von links) Amalia Meyer, Dieter Laux, Lotta Schmidt und Philip Sahler.

Bei den Senioren 4 (M60-69) glänzte Dieter Laux mit dem Tagessieg und einer sehr starken Steinstoßleistung von 9,56 mit dem 7,5 kg schweren Stein. Dazu kamen 30,24 m mit dem 5 kg-Hammer und 14,41 m mit dem 7,5 kg Gewicht. Cheforganisator Stefan Münch beschränkte sich in seiner Heimatstadt auf eine Teilnahme am Hammerwurf (6 kg) der Senioren 3 (M50-59) und war mit 32,64 m zufrieden. Er sorgte für einen stimmungsvollen Wettkampf und eine würdige Siegerehrung der Teilnehmer mit Urkunden und tollen Sachpreisen.

Von links: Amalia Meyer, Philip Sahler, Amelie Rumpf, Marie Sahler, Annabelle Rumpf, Lotta Schmidt und Cheforganisator Stefan Münch (es fehlt Dieter Laux).

Rafael Gottschling gibt sein Marathondebüt

Selten war es auf dem Hockenheimring bei einer Laufveranstaltung so kalt wie am vorletzten November-Samstag, an dem die Ring Running Series Hockenheim in ihre nächste Runde ging. Am frühen Morgen lagen die Temperaturen teils deutlich unter dem Gefrierpunkt, zum ersten Start um 10:00 Uhr war es dann minimal wärmer, aber immer noch extrem kalt. Dementsprechend dick eingepackt nahmen viele der gut 2.100 Laufbegeisterten, die an den Start gingen, das Rennen in Angriff.

Bereits zum 7. Mal war der Hockenheimring Schauplatz der Ring Running Series, bei der die Teilnehmer*innen über die Halbmarathon- oder Marathon-Distanz auf der original Grand-Prix-Rennstrecke antreten konnten. Die Strecke ist flach, schnell und offiziell vermessen. Der Zieleinlauf erfolgt auf der legendären Formel-1–Ziellinie und jeder Finisher wird mit der schwarz-weiß karierten Zielflagge empfangen.

Über 350 Läufer*innen begaben sich auf 9 Runden über den Grand Prix–Kurs, um die Marathondistanz zu absolvieren. Auf dem original Formel-1-Kurs passierten sie alle berühmten Highlights, wie die Bernie-Ecclestone-Kurve, die Spitzkehre, das Motodrom und die Boxengasse. Zwischen 1970 und 2019 kämpften hier die Formel 1-Rennfahrer um Bestzeiten und Grand-Prix-Siege. Das größere Teilnehmerfeld mit über 1700 Teilnehmenden bildeten die Halbmarathonis, die eine Stunde nach den Marathonis ins Rennen starteten.

Rafael Gottschling gab auf dem Hockenheimring sein Marathondebüt.

„Es war kalt, richtig kalt, aber trotzdem schön sonnig, das hat einiges wieder gut gemacht“, berichtete LSG-Läufer Rafael Gottschling, der in Hockenheim sein Marathondebüt gab. Als sein ehrgeiziges Ziel hatte er es sich vorgenommen, unter 3 h zu laufen. Allerdings musste er seinen muskulären Problemen der letzten drei Wochen Tribut zollen und blieb in sehr erfreulichen 3:01:25 h knapp unter seiner Zielzeit. „Und gerade deswegen bin ich doch sehr stolz, bei meinem ersten Marathon an der 3 h-Marke gekratzt zu haben. Die Veranstaltung ist super organisiert. Das Gefühl, auf einer Rennstrecke zu laufen, ist schon etwas Besonderes. Das Rennen lief bis Km 32 sehr nach Plan, obwohl es zu diesem Zeitpunkt schon hart war. Ab KM 36 gesellten sich Krämpfe dazu, die ich durch eine kleine technische Umstellung weitestgehend unterdrücken konnte. Ab dem Zeitpunkt haben mich nach und nach dann alle Kräfte verlassen und es hat mich nur noch der Gedanke an die Ziellinie getragen“, schilderte der 38-Jährige seine Erlebnisse. Er erzielte den starken 19. Platz aller knapp 300 männlichen Starter und wurde Zweiter der M35.

Kaderberufung für drei junge LSG-Athletinnen

Am Samstag hatte der Hessische Leichtathletik Verband (HLV) zur feierlichen Kadernominierung und Meisterehrung in die Leichtathletikhalle nach Frankfurt-Kalbach eingeladen. Zu den Gästen gehörten von der LSG gleich drei ganz junge Sportlerinnen. Lu Nierfeld (W14) wurde in den Weitsprungkader berufen. Sie war im Sommer mit beachtlichen 5,19 m Hessische Vizemeisterin geworden. Marie Sahler (W14) war mit neuer Kreisrekordweite von starken 46,51 m überlegen Hessenmeisterin im Hammerwurf geworden sowie Süddeutsche Vizemeisterin. Sie erhielt daher die Berufung in den Wurfkader. Zu den Jüngsten gehörte Amelie Rumpf (W13). Sie war im Sommer nicht nur in der älteren Altersklasse Hessische Vizemeisterin im Hammerwurf geworden, sondern hatte mit 52,06 m erst neulich einen neuen Hessenrekord mit dem 2 kg-Hammer aufgestellt. Auch sie erhielt damit die Berufung in den Wurfkader.

Mit (v. re.) Marie Sahler, Lu Nierfeld und Amelie Rumpf wurden drei ganz junge LSG-Athletinnen in den Hessenkader berufen. Außerdem Mina Debashi von der TG Camberg, Christian Kessler vom LC Mengerskirchen und Vincent Wehlus (ebenfalls TGC).

Außerdem wurde Amelie durch die Sportbeauftragte des Landes Hessen, Ann Kathrin Linsenhoff (Olympiasiegerin im Mannschaftsdressurreiten), und HLV-Präsident Klaus Schuder für ihren Hessenrekord gesondert geehrt. Insgesamt waren in dieser Saison 11 neue Hessenrekorde aufgestellt worden.

Im Rahmen der Kaderberufung erhielt jede*r Sporter*in eine Urkunde und ein T-Shirt durch den/die zuständige*n Landestrainer*in überreicht sowie einen Gutschein für einen Zuschuss zum Trainingslager als Förderung durch den Leichtathletik Förderverein Hessen.

Insgesamt wurden hessenweit 48 junge Athlet*innen neu in die Landeskader aufgenommen.

Zuvor waren die erfolgreichsten hessischen Athlet*innen geehrt, erfolgreiche Trainer*innen ausgezeichnet und das ehrenamtliche Engagement zahlreicher Kampfrichter*innen gewürdigt worden. In diesem Rahmen erfolgte außerdem die Verabschiedung von Martin Rumpf durch den HLV-Geschäftsführer Sport, Carsten Ebert, und die Leiterin Nachwuchsleitungssport, Gudrun Rouhi. Nach 9 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit im HLV-Präsidium zunächst als Vizepräsident Leistungssport, später als Vizepräsident Sportentwicklung war der 61-Jährige vor kurzem aus persönlichen Gründen von seinem Amt zurückgetreten. Ebert und Rouhi bedankten sich bei Martin Rumpf für sein unermüdliches und selbstloses Engagement für die hessische Leichtathletik. „Ohne ihn stünde die hessische Leichtathletik nicht dort, wo sie heute steht“, war ihr Fazit.

Martin Rumpf wurde durch den HLV-Geschäftsführer Sport, Carsten Ebert, und die Leiterin Nachwuchsleitungssport, Gudrun Rouhi, aus dem HLV-Präsidium verabschiedet.

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