Die LSG richtete kürzlich einen kleinen Wurfwettkampf auf dem alten Sportplatz in Niederselters aus. Angeboten wurden Diskus- und Hammerwurf. In toller Form präsentierte sich Philip Sahler im Diskuswurf der M12. In seinem letzten Versuch steigerte er sich auf ausgezeichnete 31,28 m mit dem 750 g-Diskus. Ihm gelang damit zum ersten Mal ein Wurf jenseits der 30 m-Marke. Gleichzeitig stellte er mit dieser neuen persönlichen Bestweite in der langen Historie des alten Sportplatzes Niederselters einen neuen Platzrekord auf und steht nun mit 8 m Vorsprung in Hessen auf Platz 1.
Auch Amelie Rumpf (W13) warf den 750 g-Diskus so weit wie noch nie. Sie stellte mit 26,68 m eine neue persönliche Bestleistung auf. Hanna Schneider gewann den Diskuswurf der W14 mit 25,07 m vor Marie Sahler mit 20,25 m. Emma Keinbrecht (W13), deren Stärken eher im Lauf- und Sprungbereich liegen, möchte sich jetzt auch im Wurfbereich probieren. Sie erzielte im Diskuswurf 19,06 m. Bernhard Hauck vom ASC Darmstadt gewann mit 37,75 m den Diskuswurf der M60 knapp vor Dieter Laux. Dieter hatte sich eigentlich gerne noch für die Deutschen Seniorenmeisterschaften qualifizieren wollen. 39,50 m waren hierfür gefordert. Er hatte allerdings an diesem Tag kein glückliches Händchen und war überhaupt nicht zufrieden.

Schnappschüsse vom Diskuswurf (v. oben v. links) von Philip Sahler, Amelie Rumpf, Emma Keinbrecht und Marie Sahler.
Den weitesten Wurf mit dem Hammer erzielte Max Baier vom TV Fränkisch-Crumbach in der mJU20. Er steht aktuell auf Platz 4 in Deutschland und wuchtete das 6 kg-Gerät in beeindruckender Manier auf erstklassige 63,48 m. Ganz viel Pech hatte LSG-Hammerwurfspezialistin Marie Sahler. Sie steht aktuell auf Platz 3 in Deutschland, stürzte jedoch beim Einwerfen. Sie knickte mit dem Fuß um und verletzte sich an den Bändern. Sie muss nun mindestens zwei Wochen mit dem Werfen pausieren.
Ihre Trainingspartnerin Amelie Rumpf (W13) schleuderte den 2 kg-Hammer auf beachtliche 40,70 m, hatte sich aber noch mehr vorgenommen und war mit sich selbst nicht zufrieden. Auch Philip Sahler (M12) haderte ein wenig mit seinen 30,16 m. Pauline Schmitt erzielte im Hammerwurf der W15 mit dem 3 kg-Gerät erfreuliche 31,38 m und Hanna Schneider in der W14 28,65 m. Emma Keinbrecht (W13) gelangen in ihrem allerersten Hammerwettkampf auf Anhieb 17,38 m mit dem 2 kg-Gerät. Jürgen Willert siegte im Hammerwurf der M60 mit 29,42 m vor Dieter Laux mit 28,52 m.

In Action beim Hammer- und Diskuswurf (v. oben v. links): Jürgen Willert, Hanna Schneider, Pauline Schmitt und Dieter Laux.
Im Weinheimer Sepp-Herberger-Stadion gab es am Freitagabend spannende Sprint-Rennen. Auch Lukas Glöckner wollte die schnelle Bahn in Weinheim nutzen, um sich über 100 m und 200 m zu verbessern.
Er ging zunächst im stark besetzten Teilnehmerfeld über 100 m an den Start und sprintete im zweiten von fünf Vorläufen mit 10,81 s eine ausgezeichnete neue Saisonbestleistung. Damit war er Neunter und verpasste nur um einen Platz das A-Finale der besten Acht. Im B-Finale konnte er sich noch einmal steigern und gewann dieses in 10,79 s – noch einmal also Saisonbestleistung. Damit lag er nur 4 Hundertstelsekunden über seiner Kreisrekordzeit aus dem Jahr 2023.
Nur wenig später stellte er sich auch über 200 m der Konkurrenz. Hier wurde er seiner Favoritenrolle gerecht. Mit 21,34 s aus dem Meeting in Wetzlar vier Wochen zuvor hatte er die schnellste Meldezeit aller Teilnehmer. In Weinheim rannte er die halbe Stadionrunde in ebenfalls beeindruckenden 21,45 s und sicherte sich überlegen den Sieg.

Lukas Glöckner sprintete über 100 m in 10,79 s neue Saisonbestzeit und siegte mit ebenfalls starken 21,45 s über 200 m.

Beim City Triathlon in Frankfurt nahm von der LSG Lucija Heun das 1. Mal einen Triathlon teil. Sie hatte sich schon lange und gut auf diesen Wettkampf vorbreitet und so sogar im letzten Jahr das Kraulen beigebracht. Dabei startet Lucija bei der olympischen Distanz. Dies hieß also zuerst 1,5 km schwimmen, dann 45 km Rad fahren und zum Schluss 10 km laufen.
Es dann morgens direkt los bei leicht regnerischen und kalten Temperaturn. Es waren auch noch die ersten Erfahrungen im Freiwasser. Dennoch war sie beim Schwimmen mit 34:31 min zufrieden.

Danach ging es noch bei recht kaltem Wetter auf das Rad. Dort hieß es dann sich die Pace gut einzuteilen, damit ihr die Kräfte zum Schluss nicht fehlen. Obwohl es ihr 1. Triathlon war, geling es ihr recht gut und braucht für die 45 km insgesamt 1:26:44 h.

Zum Abschluss kam dann ihre große Stärke und sie bewältigte die 10 km Laufstrecke in insgesamt 44:11 min. Wenn man bedenkt, dass ihr Bestleistung bei 42 Minuten steht, ist das nach dieser Vorbelastung bemerkenswert. Das besondere war dabei, dass die Laufstrecke mitten durch die City ging. Sie hätte selbst nie gedacht, dass sie mal über die Zeil joggen würde.

Am Ende Stand eine Gesamtzeit von 2:55:17 auf der Uhr und damit belegte sie im Frauenfeld einen hervorragenden 68. Platz. In Ihrer Altersklasse wurde sie damit sogar 13. Im Laufbereich war sie in der W30 sogar die 2. Schnellste gewesen.

Insgesamt war alles sehr gut organisiert und die Stimmung war großartig, resümierte Lucija nach dem Lauf. Es wird sicherlich nicht ihr letzter Triathlon gewesen sein.
Nachdem Lukas Glöckner sich am Samstag im Halbfinale über die 400 m Hürden bei den Deutschen Meisterschaften in Dresden mit einer neuen Bestzeit von 51,27 sec für das Finale qualifizieren konnte, stand einen Tag später das große Finale an.
Mit insgesamt 5 Hessen und einer starken Konkurrenz war dies ein sehr starkes Finale. Mit seiner neuen Bestzeit lag er im Vergleich zu den anderen Konkurrenten auf Platz 8. Somit hieß es für Ihn einfach nochmal alles reinzugeben, das große Ziel Finale war ja schon erreicht.

Lukas Glöckner (links) beim 400 m Hürden Lauf Anfang 2. Kurve vor Sieger Owe Fischer-Breiholz
Lukas wurde auf die äußerste Bahn 9 eingeteilt und hatte direkt neben sich auf Bahn den aktuell schnellsten Owe Fischer-Breiholz. Ohne einen Konkurrenten vor sich zu haben begann Lukas mit einer starken 1. Hälfte des Rennens. In der 2. Kurve wurde er dann erst von Fischer-Breiholz überholt und Lukas musste etwas dem hohen Tempo Tribut zollen.
Er zog sein Rennen weiter gut durch, wobei durch die gestrige Vorbelastung nun etwas die Spritzigkeit fehlte. Dennoch erreichte Lukas mit 51,38 sec seine 2. beste Zeit am Saisonhöhepunkt und wurde hervorragender 7. und konnte damit einen Konkurrenten im Spitzfinale hinter sich lassen. Lukas sagt selber nach dem Rennen: "Ein bisschen habe ich natürlich die Vorbelastung gemerkt, aber dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem 7. Platz."
Beim 39. Sommersportfest in Villmar konnte Lukas Kremer beim Hochsprung eine überzeugende Leistung zeigen und sprang mit 1,59 m souverän eine neue Bestleistung. Die Hohe von 1,62 m riss er 3-mal denkbar knapp.

Lukas Kremer mit neuer Bestleistung im Hochsprung
Eine Saisonbestleistung zeigte im Weitsprung der W55 Jutta Kerth. Sie steigerte sich bis zum Ende und sprang im letzten Versuch auf 3,64 m. Ebenfalls am Start war Dieter Laux in der M60 im Kugel- sowie Diskuswurf. Beim Kugelstoßen kam er auf gute 11,72 m. Beim Diskuswurf lief es nicht so rund. Erst im 5. & 6. Versuch erreichte er gültige Versuche und blieb dort mit 35,95 m hinter seinen Erwartungen.

Jutta Kerth beim Weitsprunganlauf und neue Saisonbestleistung
Als kleinen Trainingswettkampf nutzten Milla Nierfeld das Sportfest. Im Hochsprung sprang sie sich gut ein. Doch im Wettkampf lief es dann nicht rund und so blieb nur 1,45 m am Ende stehen. Im Kugelstoßen hatte Milla durch die lange Verzögerung des Wettkampfs viel Zeit Trainingsstöße vor dem Wettkampf zu machen, sowie die Drehtechnik zu probieren. Im Wettkampf fehlte dann etwas die Kraft, dennoch kam sie direkt im 1. Versuch auf 9,30 m. Die ersten 3 Stöße absolvierte sie in ihrer Technik, um dann bei den letzten 3 die Drehtechnik auch im Wettkampf auszuprobieren können. Dies lieferte aber keine Verbesserung.

Milla Nierfeld beim Kugelstoßen und im Hintergrund Trainer Sven Medenbach
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