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Am Sonntag gehörte Frankfurt wieder einmal den Läuferinnen und Läufern: Etwa 25.000 Menschen aller Altersgruppen liefen durch die Stadt, allein 13.400 machten sich auf den Weg über die klassische Marathondistanz von 42,195 km. An der Strecke feuerten Zuschauerinnen und Zuschauer sie lautstark an und begleiteten sie auch mit Musik.
Wie schon so oft am letzten Sonntag im Oktober machte sich auch Toni da Conçeicão auf den Weg nach Frankfurt, um dort die große Runde zu laufen. Erstmals war er 2003 in der Mainmetropole angetreten. Ab 2009 war er – mit einer Unterbrechung durch Corona – ununterbrochen als Pacemaker für die Frankfurter Organisatoren am Start.

Erinnerungsfoto von seinem 100. Marathon-Jubiläum: Toni da Conçeicão beim Frankfurt Marathon.
So war der 43. Frankfurt Marathon am gestrigen Sonntag Tonis 17. Marathon in Frankfurt, sein 57. als Pacemaker und sein insgesamt 100. Marathon überhaupt. Eine unglaubliche Geschichte!
Die ersten Kilometer waren für die Teilnehmenden nicht leicht, da einiges an Regen herunterkam und durch die teilweise tiefen Asphaltspuren hohe Pfützen auf der Straße standen, die durchquert werden mussten. Im Laufe des Morgens verbesserte sich das Wetter jedoch glücklicherweise, so dass viele Läuferinnen und Läufer noch mit angenehmeren Bedingungen ins Ziel laufen konnten. Dieses befand sich – wie seit vielen Jahren – wieder auf dem roten Teppich in der stimmungsvollen Frankfurter Festhalle.
Für Toni lief alles routiniert und sauber ab. Er war als Pacemaker für die 3:59 Stunden eingeteilt, hielt diese Zeit exakt ein und konnte somit einer guten Anzahl von Sportlern auf der Runde behilflich sein.
Tonis Fazit: „Auch heute war es wieder ein großartiger Lauftag in Frankfurt! Ich bin sehr, sehr dankbar, dass ich meiner Laufleidenschaft in all den Jahren so gut und gesund nachgehen konnte. An "Marathon 200" verschwende ich keinen Gedanken, aber der 101. ist bereits gebucht!“
Die LSG-Familie gratuliert Toni herzlich zu diesem außergewöhnlichen Meilenstein und wünscht ihm für seine kommenden Läufe weiterhin viel Gesundheit und stets Rückenwind.

Nur drei Wochen nach ihrer Teilnahme am Berlin Marathon in neuer Bestzeit ging Lucija Heun bei der 3. Auflage des Wizz Air Rome Half Marathon by Brooks in der ewigen Stadt über die Halbmarathondistanz von 21,0975 km an den Start.
Die Strecke führte durch das historische Zentrum Roms. 40.000 Läuferinnen und Läufer schlängelten sich ohne Verkehr und im Laufschritt durch die Straßen der italienischen Hauptstadt. „Wir sind stolz, eine einzigartige Strecke im Herzen Roms präsentieren zu können, die es jedem Läufer ermöglicht, in einem Freilichtmuseum zu laufen. Kein anderer Halbmarathon weltweit bietet die Chance, durch die Geschichte zu laufen. Kein Zufall, dass das Event in nur drei Jahren zu einem der wichtigsten Rennen weltweit geworden ist, mit 40.000 Teilnehmern – 80 Prozent davon aus dem Ausland“, beschrieb Stadtrat Alessandro Onorato begeistert die Route. Eine weitere beeindruckende Zahl: 50 Prozent der Teilnehmenden waren Frauen.

Los ging es um 8:00 Uhr vom Viale di Porta Ardeatina, u. a. vorbei am Circus Maximus, der Tiberinsel, der Engelsburg, bevor die Läuferinnen und Läufer in die Via della Conciliazione einbogen, die zum außergewöhnlichen Blick auf den Petersdom einlud. Nach dem Verlassen des Vatikanbereichs führte der Weg nordwärts zum Foro Italico, bevor es dann zurück ging, vorbei an der Piazza del Popolo, der Piazza di Spagna mit der Spanischen Treppe, der Piazza Venezia und vorbei am Forum Romanum bis zur Zielankunft vor der atemberaubenden Kulisse des Kolosseum.
Lucija Heun (W30) genoss den Lauf und zeigte sich gleichzeitig toll in Form. Sie stellte mit 1:36:13 Stunden eine neue persönliche Bestzeit auf. Das bedeutete ein Tempo von durchschnittlich 4:33 min pro Kilometer. „Es war eine sehr schöne Laufstrecke, da man an allen großen Sehenswürdigkeiten vorbeikam. Jedoch war es anspruchsvoll zu laufen mit viel Kopfsteinpflaster und unebenem Grund. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Mein Saisonhöhepunkt war der Berlin Marathon. Für den Halbmarathon in Rom habe ich mich nicht mehr explizit vorbereitet, weil zwischen den Rennen ja nur drei Wochen lagen und ich Regeneration wichtiger fand. Daher freue ich mich umso mehr, dass ich dennoch eine neue Bestzeit aufstellen konnte“, schilderte sie ihre Erlebnisse.
Ein rundum gelungener Trip in die ewige Stadt – sowohl sportlich als auch atmosphärisch.

Lucija Heun vor der beeindruckenden Kulisse des Kolosseum: Sie freute sich über eine neue persönliche Bestzeit auf der Halbmarathondistanz in Rom.

Seit letztem Jahr hat Friederike Schoppe den Ultralauf für sich entdeckt. Zweimal absolvierte sie bislang einen 50 km-Lauf und einmal einen 100 km-Lauf. Nun stellte sie sich zum 1. Mal einem 6-Stundenlauf – und das bei der Deutschen Meisterschaft der Deutschen Ultramarathon Vereinigung (DVU) in Schwindegg im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn.
Bei Temperaturen zwischen 11 und 14 Grad gingen mehr als 150 Läufer*innen bei besten Laufbedingungen an den Start, 136 kamen am Ende ins Ziel. Das Meisterschaftsfeld war außergewöhnlich stark besetzt und angesichts der Leistungsdichte rechneten die Organisatoren schon im Vorfeld mit dem einen oder anderen Altersklassenrekord. „Schwindegg erlebt stärkste 6-h-DM der DUV seit zehn Jahren“, hieß es dann am Veranstaltungsabend auf der Homepage des Veranstalters.

Friederike Schoppe wurde bei ihrem Debüt im 6-Stundenlauf auf Anhieb Deutsche Meisterin der W50 und stellte einen neuen deutschen Altersklassenrekord auf.
Um 10 Uhr fiel der Startschuss. Gelaufen wurde auf einem flachen, amtlich vermessenen Rundkurs von nur 1,383 km. Friederike versuchte von Anfang an, sich nur auf sich selbst zu konzentrieren und nicht auf die Konkurrenz zu schauen. Sie fand schnell in einen guten Rhythmus. Schon früh auf Platz 3 des weiblichen Starterfeldes liegend, spulte sie Runde um Runde ab und konnte den Abstand zu Platz 4 stetig vergrößern.
„Es lief alles gut bis Kilometer 42 und auch weiter bis Kilometer 50“, berichtete sie später. Dabei zeigte die Uhr nach der Marathondistanz von 42,195 km 3:15:34 h als Zwischenzeit an und 3:52:51 h nach 50 km. „Ab Stunde 5 kam dann doch das Loch - energetisch, muskulär und mental wurde es schwierig und ich wollte mich nur irgendwie in die letzte Stunde retten“, schilderte Friederike ihre Erlebnisse bei dieser extremen Herausforderung. „Ich hatte auch vollkommen den Überblick über meine Rundenzahl verloren. Erst kurz vor Schluss realisierte ich, dass ich schon über 70 km gelaufen war und doch nah an den deutschen Rekord herankommen könnte.“
Mit einer Temposteigerung in den letzten 5 Minuten, in denen sie wirklich alles mobilisierte, was noch irgendwie ging, schaffte sie es, noch eine weitere Runde zu absolvieren und blieb nach 6 h vollkommen erschöpft bei herausragenden 75,544 km stehen.
Das bedeutete Platz 12 aller 136 männlichen und weiblichen Finisher, Platz 3 und Bronze in der weiblichen Gesamtwertung sowie den Deutschen Meistertitel in der Altersklasse W50. Und Friederike feierte einen weiteren Erfolg: Sie stellte einen neuen deutschen Rekord in der W50 auf. Der bisherige stammte aus dem Jahr 2022 und hatte 75,243 km betragen.
Wie stark diese Leistung einzuordnen ist, zeigt sich auch, wenn man das Tempo betrachtet: Friederike legte pro Stunde mehr als 12,5 km zurück bzw. benötigte pro Kilometer durchschnittlich nur 4:45 min. Und um eine Vorstellung für die Entfernung zu bekommen: 75 km, das ist eine Strecke von Niederselters in die Darmstädter Innenstadt oder ans Deutsche Eck nach Koblenz.
Eine echte Meisterleistung!
Bei bestem Spätsommerwetter fiel am Sonntag, dem 27. September, der Startschuss für den „Herbstlauf Niederrhein“. Bereits zum 3. Mal hatten die Kommunen Kerken, Issum und Rheurdt nahe Krefeld zusammen mit dem Energieunternehmen Westenergie zum sportlichen Familienfest an den Niederrhein eingeladen. Start und Ziel befanden sich auf dem Sportplatz des TSV 95/10 Nieukerk. Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer warteten verschiedene Laufangebote für jedes Alter und Leistungsniveau. Das Programm reichte vom Bambini-Lauf über 400 m über den Schüler- und Family-Run über 3 km bis hin zu den beliebten Fünf- und Zehn-Kilometer-Läufen.
„Wir freuen uns darauf, wieder viele Menschen aus der Region in Bewegung zu bringen. Der Herbstlauf Niederrhein steht für Gemeinschaft, Freude an der Bewegung und ein sportliches Miteinander über alle Generationen hinweg“, hatten die Veranstalter in der Einladung betont.
Neben den sportlichen Wettbewerben erwartete die Besucherinnen und Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm für die ganze Familie. Spiel- und Mitmachaktionen für Kinder sowie kulinarische Angebote sorgten dafür, dass auch abseits der Laufstrecken beste Unterhaltung geboten wurde.
Für die LSG war die laufbegeisterte Familie Gottschling am Start.

Fast die komplette Familie Gottschling war beim Herbstlauf Niederrhein aktiv (von links): Freyja, Rieke, Moritz, Lars, und Rafael Gottschling liefen mit. Mama Vanessa hatte alle Hände voll mit dem Anfeuern und Betreuen zu tun.
Freyja und Rieke hatten jede Menge Spaß beim Bambinilauf der Kinder bis 8 Jahre über 400 m. Sie absolvierten mit insgesamt 64 Kindern eine Runde im Stadion. Freyja gehörte mit zu den Jüngsten und lief dennoch bereits nach 1:44 min als siebtschnellstes Mädchen und Siegerin der W5 über die Ziellinie. Ihre Schwester Rieke wurde in 1:34 min Gesamtdritte der 64 Teilnehmer*innen und Zweite der W8.
Große Freude gab es auch bei ihren Brüdern Lars und Moritz. Sie nahmen sehr erfolgreich am Schüler- und Jugendlauf für Kinder bis 15 Jahre über 3 km teil. Lars benötigte lediglich 12:57 min und lief als Gesamtfünfter bzw. Zweiter seiner Altersklasse U12 über die Ziellinie. Moritz (M9) plagten zwischendurch Seitenstiche, dennoch erzielte auch er mit 15:11 min eine tolle Zeit und freute sich riesig über den 4. Platz seiner Altersklasse U10.
Den Familienerfolg komplettierte Vater Rafael. Nach monatelanger Verletzungspause war er Ende August erstmals über 5000 m auf der Bahn wieder gestartet und gehörte am Niederrhein zum 165-köpfigen Starterfeld über 10 km. Die Strecke verlief vornehmlich über Schotter- und Asphaltwege und war weitgehend flach. Rafael hatte sich eine Zeit unter 37 min vorgenommen und setzte dieses Vorhaben in die Tat um. Er überquerte nach starken 36:51 min als Gesamtvierter und Zweiter seiner Altersklasse M35 die Ziellinie und war absolut zufrieden über dieses Resultat.
So war es ein rundum gelungener Tag für Familie Gottschling - ein perfekter Familienausflug unter dem Motto: gemeinsam in Bewegung bleiben.