Es ist ein kleiner Ort im Nordschwarzwald mit gerade einmal 900 Einwohnern: Forbach-Langenbrand. Am vergangenen Sonntag trafen sich hier die besten Hammerwerfer*innen Deutschlands beim Meeting „Hammerwerfen mit Musik“. So wurde u.a. bei den Frauen eine neue deutsche Jahresbestleistung jenseits der 72 m-Marke aufgestellt.
Ausgeschrieben war das Hammerwerfen aber auch für die allerjüngsten Altersklassen. So startete Amelie Rumpf mit dem 2 kg-Hammer in der W13. Bereits um 9 Uhr begann ihr Wettkampf. Nachdem sie zwei Wochen zuvor mit 43,52 m eine starke neue persönliche Bestleistung aufgestellt hatte, mit der sie in Hessen auf Platz eins steht, gelangen ihr in Langenbrand erneut zwei Versuche jenseits der 40 m-Marke. Im 3. Durchgang schleuderte Amelie ihr Gerät auf 40,15 m und steigerte sich im 5. Versuch auf erfreuliche 41,56 m. Sie belegte damit den 2. Platz und freute sich über zwei Sachpreise. Am kommenden Wochenende wird sie zusammen mit ihrer Trainingspartnerin Marie Sahler im odenwäldischen Fränkisch-Crumbach erneut im Hammerwerfen an den Start gehen, und zwar diesmal in der älteren Altersklasse W14, so dass sie den 3 kg-Hammer als Wettkampfgerät nutzen muss.

Amelie Rumpf (W13) erzielte beim „Hammerwerfen mit Musik“ in Langenbrand (Schwarzwald) mit beachtlichen 41,56 m ihre bislang zweitbeste Weite.
Das war ein „gutes Pflaster“ letzten Freitagabend beim hochkarätig besetzten Diskus Meeting „Sky ist the limit“ in Wiesbaden: Christina Iyamu (U20) schleuderte den 1 kg-Diskus im 2. Versuch auf die neue persönliche Bestweite von ausgezeichneten 43,21 m. Im 5. Versuch unterstrich sie mit einem weiteren Wurf über die 42 m-Marke, dass es keine Eintagsfliege war. Die 18-Jährige hat damit die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften Mitte Juli in Wattenscheid in der Tasche und freute sich sehr darüber.

Freute sich über ihre neue persönliche Bestweite von 43,21 m und die Qualifikation für die Deutschen Jugend Meisterschaften: Christina Iyamu.
Nur zwei Stunden später gelang an gleicher Stelle Shanice Craft vom SV Halle mit der Weltklasseleistung von 68,10 m der beste Wurf einer deutschen Diskuswerferin seit neun Jahren. Auch Kristin Pudenz vom SC Potsdam erfüllte mit 64,73 m als Zweitplatzierte die Norm für die Weltmeisterschaften Mitte September in Tokio. Im Konzert der Großen mit dabei war auch LSG-Diskuswerferin Sabine Rumpf, die sich aktuell auf die Europameisterschaften der Senioren vorbereitet. Sie war mit 10 Jahren Abstand die älteste Teilnehmerin des Feldes und konnte sich über gute 44,99 m freuen. Hätte sie mehr als nur drei Versuche gehabt, wäre wohl noch mehr möglich gewesen. Nur einen Tag zuvor war sie in Friedberg mit 44,86 m Hessische Polizeimeisterin geworden.
Lukas Glöckner ging an Christi Himmelfahrt bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften in Duisburg an den Start – und schon wieder erzielte er einen erstaunlichen Erfolg in seiner Paradedisziplin 400 m Hürden. Obwohl das Wetter nicht optimal war, sprintete er in erstklassigen 51,73 s über die 10 Hürden und blieb nur knapp über seiner eigenen Kreisrekordzeit von 51,39 s. In einem spannenden Rennen holte sich der Student der TU Darmstadt damit die Bronzemedaille. Nur 8 Hundertstelsekunden fehlten im zu Silber.
„Ich bin sehr zufrieden damit, wie es insgesamt lief. Der Rhythmus hat sehr gut gepasst - eigentlich von der ersten bis zur neunten Hürde. Ansonsten war ich überrascht, wie gut es dann doch bei den Bedingungen mit leichtem Regen lief, da das mir eigentlich nicht so liegt. Insgesamt bin ich sehr froh, dass es so früh in der Saison schon so gut geklappt hat und habe gemerkt, was eine starke Konkurrenz für einen Unterschied macht.“ In seinen letzten beiden Rennen hatte er die Stadionrunde mit den 10 Hindernissen quasi ohne Konkurrenz absolvieren müssen.

In neuer Saisonbestzeit von exzellenten 51,73 s stürmte Lukas Glöckner bei den Deutschen Hochschulmeisterschaften zur Bronzemedaille über 400 m Hürden.
Kürzlich war Lucija Heun beim Steinberger Wald-Volkslauf in Dietzenbach-Steinberg am Start. Sie gehörte zu den 363 Teilnehmenden über 10 km. Das flache Streckenprofil führte auf gut befestigten, schattigen Waldwegen durch den idyllischen Steinberger Wald.

In guten 43:28 min siegte Lucija in der W30 und durfte sich über einen Sachpreis freuen. Unter allen weiblichen Teilnehmerinnen wurde sie Achte und 51. des Gesamtfeldes.
Beim Sprung- und Speerwurftest in Bad Camberg konnten sich einige LSG-Sportlerinnen und Sportler im Hochsprung und Speerwurf unter Wettkampfbedingungen im kleinen Rahmen testen.
Im Hochsprung der weiblichen Jugend U20 überzeugte Milla Nierfeld mit Einstellung ihre Bestleistung mit 1,56 m. Im vorherigen Speerwurf zeigte sie eine Weite von 24,73 m.
Bei der männlichen Jugend U18 erreichte Lukas Kremer eine Höhe von 1,54 m und blieb damit knapp unter seine Bestleistung. Im Speerwurf mit dem 700 g Speer überzeugte er mit 32,90 m und warf damit weiter als im letzten Jahr, wo er noch mit dem 600 g Speer geworfen hat.
Lea Martin, die der weiblichen Jugend U18 angehört, übersprang im Hochsprung gute 1,24 m und erzielte im Speerwurf mit 22,34 m eine neue Bestleistung.
Bei der M12 übersprang Philip Sahler gute 1,34 m und gewann dort vor Marlon Schuhen, der 1,30 m übersprang. Im Speerwurf überzeugte Philip dann noch mit 28,21 m und einer neuen Bestleistung.
Nur eine Woche nach den Regionaleinzelmeisterschaften starteten acht Schüler*innen der U14 und U16 bei den Hessenmeisterschaften in den Blockmehrkämpfen in Baunatal und wurden von ihren Trainern Thomas Laux und Jürgen Willert betreut.
Wie schon eine Woche zuvor erlebten insbesondere Lu Nierfeld und Hanna Schneider außergewöhnliche Erfolge. Beide gingen im Blockmehrkampf Wurf der W14 an den Start und lieferten sich ein „heißes“ Duell.
Beide absolvierten den besten Blockmehrkampf ihrer Karriere. Lu erzielte mit starken 12,41 s erneut persönliche Bestleistung über die 80 m Hürden und verbesserte damit ihren eigenen Vereinsrekord von vorheriger Woche. Außerdem war sie damit das zweitschnellste Mädchen der kompletten W14. Auch über 100 m (13,38 s) und im Kugelstoß (9,48 m) war Lu so gut wie noch nie. Im Weitsprung (4,93 m) und im Diskuswurf (24,43 m) blieb sie nur knapp unter ihrer Bestleistung. Hanna war über die 80 m Hürden (13,19 s), im Kugelstoß (9,00 m) und im Diskuswurf (27,15 m) so gut wie nie zuvor. Über 100 m (13,23 s) und im Weitsprung (5,08 m) blieb auch sie nur knapp unter ihrer Bestleistung. Dabei sprang sie am weitesten aller W14-Mädels.

Lu Nierfeld und Hanna Schneider in action beim Blockmehrkampf Wurf.
Nach dem Diskuswurf war klar gewesen, dass die beiden Gold und Silber gewinnen würden. Wer aber was, sollte erst der Weitsprung entscheiden. Dabei begann dieser äußerst unglücklich, denn beide hatten den ersten Versuch ungültig. Hanna hätte 25 cm weiter springen müssen als Lu. Es waren aber am Ende nur 15 cm, so dass Lu mit 2526 Punkten knapp vor Hanna mit 2516 Punkten Hessenmeisterin wurde. Beide lagen mit ihrer Punktzahl damit um über 100 Zähler besser als die W15 und freuten sich riesig über ihre Leistungen und die super Platzierungen.

Doppelsieg für die LSG: Lu Nierfeld und Hanna Schneider wurden Hessenmeisterin bzw. Hessische Vizemeisterin.
Die Mannschaft wurde dazu noch 4. in der U16. Mit dem Ergebnis von Lu und Hanna sowie den 2074 Punkten von Pauline Schmitt, die einen soliden Blockmehrkampf Wurf in der W15 erzielte und 9. wurde. Das 3er-Team verfehlte die Bronzemedaille nur sehr knapp um winzige 38 Punkte. Leider hatten aufgrund von Konfirmation, Erkältung und eines blöden Sturzes Romy Rosbach, Lotta Herdter und Henrike Haase passen müssen.
Für die drei U14-Jungs Bastian Müller, Philip Sahler und Marlon Schuhen waren die Titelkämpfe in Baunatal die erste große Hessenmeisterschaft - dazu in einem großen Stadion, mit vielen Teilnehmern und über einen langen Tag hinweg.
Dabei absolvierte Bastian (M12) seinen allerersten Blockmehrkampf. Er startete mit dem Schwerpunkt Wurf. Über 60 m Hürden (12,48 s), 75 m (11,26 s) und auch im Diskuswurf (18,39 m) gelangen ihm persönliche Bestleistungen. Im Kugelstoß erzielte Bastian solide 7,26 m. Nur mit dem Weitsprung (3,89 m) war er nicht zufrieden. Am Ende landete Bastian mit 1779 Punkten auf dem guten 5. Platz. Marlon (M12) absolvierte nach dem Schülermehrkampftag in Niederselters Anfang Mai seinen 2. Blockmehrkampf Lauf und zeigte sich deutlich verbessert. Ihm gelangen gleich vier neue Bestleistungen: im Weitsprung mit 3,99 m, über 60 m Hürden (12,14 s), über 75 m (11,41 s) und über 800 m (2:43,68 min). Im Ballwurf erzielte er 32 m. Damit erreichte er 1794 Punkte und den erfreulichen 11. Platz unter 18 Startern.

Marlon Schuhen warf den Ball auf beachtliche 32 m.
Philip Sahler dagegen erlebte einen durchwachsenen Blockmehrkampf Sprint/Sprung der M12. Mit 1693 Punkten blieb er unter seinem Ergebnis von Niederselters und wurde 15. Als Mannschaft belegten die drei Jungs den 13. Platz.
Der 2. Tag in Baunatal stand leider unter keinem guten Stern – nicht nur durch das kalte und nasse Wetter.
Jayden Seck startete im Blockmehrkampf Wurf der M15. Mit 9,50 m erzielte er im Kugelstoßen sein bislang zweitbestes Resultat. Auch die 80 m Hürden liefen mit 12,09 s scheinbar gut. Allerdings verletzte sich Jayden im Hürdenlauf am Oberschenkel, so dass er den Mehrkampf abbrechen musste.
Auch bei Emma Keinbrecht fing der Blockmehrkampf Lauf in der W13 zunächst gut an. Sie verbesserte in 11,96 s über 60 m Hürden ihre persönliche Bestzeit deutlich und freute sich sehr. Auch über 75 m war sie in 10,91 s so schnell wie noch nie. Der Ballwurf verlief mit 21 m durchwachsen. Dann allerdings gelang ihr im Weitsprung kein gültiger Versuch. Der erste Versuch war nur knapp ungültig gewesen, doch danach war Emma verunsichert und die Anläufe im 2. und 3. Durchgang klappten nicht mehr. So verzichtete sie am Ende auf den 800 m-Lauf.

Erinnerungsfoto der U14-Jungs und der U16-Mädels (v. li.): Marlon Schuhen, Bastian Müller, Philip Sahler, Hanna Schneider, Lu Nierfeld und Pauline Schmitt.
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