Nach dem erfolgreichen Abschneiden der LSG-Senior*innen am vergangenen Wochenende hatte der LSG-Vorstand gleich für Montagabend zu einem kleinen Empfang auf den Sportplatz in Niederselters eingeladen.
In lockerer Atmosphäre kam die Vereinsfamilie zu einem kleinen Umtrunk zusammen, den Jule Sahler wieder einmal liebevoll vorbereitet hatte. Sven Medenbach, Sabine Rumpf, Martin Böhm, Jutta Kerth und Dieter Laux wurden herzlich beglückwünscht.
Für den Leichtathletikkreis Limburg-Weilburg war dessen 2. Vorsitzender, Peter Köth, als Gratulant vor Ort. Der Niederselterser Ortsvorsteher Heinz Seidel überbrachte die Glückwünsche des Ortsbeirates.
LSG-Vorsitzender Thomas Laux (re.) sowie Ortsvorsteher Heinz Seidel (li.) und Peter Köth (2. v. li.) vom Leichtathletikkreis Limburg-Weilburg gratulierten Jutta Kerth, Dieter Laux, Martin Böhm, Sabine Rumpf und Sven Medenbach zu ihren Erfolgen bei den Deutschen Meisterschaften der Senior*innen.
LSG-Vorsitzender Thomas Laux ließ in seiner Ansprache die Wettkämpfe und Erfolge der fünf Senior*innen in Gotha Revue passieren und überreichte jedem ein Präsent. Außerdem nutzte er die Gelegenheit, auch Lukas Glöckner im Namen des Vereins für seinen Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Dresden zu gratulieren. Auch er erhielt einen Geschenkgutschein. Lukas gehört zu den besten 400 m Hürdenläufern Deutschlands. Er war in den Sommerferien hervorragender Siebter der Deutschen Meisterschaften geworden.
LSG-Vorsitzender Thomas Laux (re.) würdigte auch die hervorragenden Leistungen von Lukas Glöckner bei den Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen in Dresden und überreichte ihm einen Geschenkgutschein.
Fast 1300 Senior*innen im Alter zwischen 35 und 93 Jahren tummelten sich am vergangenen Wochenende im thüringischen Gotha anlässlich der Deutschen Meisterschaften der Masters. Unter ihnen waren fünf LSG-Senior*innen und sie sahnten richtig ab. Ein kompletter Medaillensatz, ein 5. Platz und zwei 8. Plätze waren ihre Erfolgsbilanz.
Der erste Meisterschaftstag stand im Zeichen der technischen Disziplinen. Dieter Laux ging im Kugelstoßen der M60 fast zeitgleich mit Sabine Rumpf im Diskuswurf der W40 an den Start. Dieter hatte sich als Ziel das Erreichen des Endkampfs der besten Acht gesetzt. Und dieses Ziel erreichte er. Die Weite von 11,46 m lag leider mindestens einen halben Meter unter dem, was er eigentlich stoßen kann. Aber mehr ging an diesem Tag nicht. Dieter plagte eine Verletzung am Nackenmuskel und so war er mit seinem 8. Platz zufrieden.
Sabine hatte im Vorfeld mit über 46 m die beste Meldeleistung. Das Einwerfen lief auch entsprechend gut. Doch in den ersten drei Wettkampfversuchen kam sie gar nicht zurecht. Sie schaffte es zunächst nicht, die 40 m-Marke zu übertreffen, zog mit 38,30 m als Zweite in den Endkampf der besten Acht ein. Ihre Dauerkonkurrentin aus früheren Zeiten - Ulrike Giesa aus Bayern - lag mit 39,96 m vorne. Im 4. Versuch drehte Sabine dann die Reihenfolge: Sie schleuderte den 1 kg-Diskus auf beachtliche 42,76 m, Ulrike Giesa verbesserte sich ebenfalls, aber zunächst nur auf 42,53 m. Doch im 5. Durchgang holte sich Giesa die Führung mit 43,73 m zurück. Sabine konnte mit 41,40 m leider nicht kontern. Den 6. Versuch warfen beide ungültig. Und so stand Sabine als Deutsche W40-Vizemeisterin fest. Sie konnte sich selbst nicht erklären, warum sie an diesem Tag unter ihren Möglichkeiten geblieben war. „Am stumpfen Ring lag es nicht“, sagte sie nach dem Wettkampf.
Sabine Rumpf (li.) wurde Deutsche Vizemeisterin im Diskuswurf der W40.
Nur kurz darauf ging Jutta Kerth im Hammerwerfen der W55 an den Start. Ihre Vorbereitung vor Ort war nicht optimal: Aufgrund des großen Teilnehmerfeldes – die W55 warf zusammen mit der M55 – wurde allen Teilnehmer*innen nur ein Versuch zum Einwerfen eingeräumt. Das machte sich bei ihr bemerkbar. Der erste Wettkampfwurf gelang ihr nicht gut. Danach kam sie aber „in Fahrt“. Im 2. Versuch schleuderte sie den 3 kg-Hammer auf erfreuliche 30,65 m und sicherte sich damit die Teilnahme am Endkampf der besten Acht. Ihre weitere Serie war stabil, nur der „Ausreißer“ nach oben fehlte. Am Ende wurde sie Achte und hatte damit ihr Mindestziel erreicht.
Erinnerungsfoto vom ersten Wettkampftag in Gotha (li.): Dieter Laux, Sabine Rumpf, Jutta Kerth und Sven Medenbach mit seinem Töchterchen Mia.
Der 2. Wettkampftag begann um 10 Uhr mit einem Paukenschlag für Sven Medenbach (M35). Er ging zum ersten Mal bei Deutschen Meisterschaften der Masters an den Start, gehörte hier zum jüngsten Jahrgang. Sven trat in seiner früheren Paradedisziplin, dem 110 m Hürdenlauf, an und sorgte für Furore. In großartiger Manier übersprintete er die 10 Hürden im 3er-Rhythmus und stürmte nach exzellenten 14,78 s mit großem Vorsprung als Deutscher M35-Meister ins Ziel. Total kurios: Es bedeutete persönliche Bestzeit für ihn! Denn in der M35 beträgt die Hürdenhöhe 0,99 m – so wie bei der männlichen A-Jugend (U20). Und vor 16 Jahren, als Sven der U20 angehörte, schaffte er damals „nur“ 14,99 s.
Absolut überraschend, in welch guter Form Sven noch ist. Denn seit vielen Jahren macht er kein spezifisches Training mehr für sich selbst, sondern ist zusammen mit Martin Böhm als erfolgreicher Trainer tätig und trainiert mit der Trainingsgruppe ein wenig mit.
Nur drei Stunden später ging Sven auch noch über 200 m an den Start und überraschte ein weiteres Mal: Er sicherte sich in ausgezeichneten 23,40 s die Bronzemedaille. Ihm gelang eine sehr starke Kurve, nach 120 m lag er noch in Führung. Danach konnte er das sehr hohe Tempo allerdings nicht weiter halten und wurde kurz vor dem Ziel von zwei sehr starken Konkurrenten knapp abgefangen.
Große Freude bei Sven Medenbach: Er wurde in exzellenten 14,78 s Deutscher Meister der M35 im 110 m Hürdenlauf und sicherte sich zudem die Bronzemedaille über 200 m.
Sein Trainerkollege Martin Böhm gehörte ebenfalls zum jüngsten Jahrgang der Titelkämpfe. Auch er stellte sich zum ersten Mal bei Deutschen Masters Meisterschaften der Konkurrenz. Martin ging im Weitsprung an den Start, hatte aber das Glück nicht auf seiner Seite. Er hatte anfangs große Probleme mit dem Anlauf. Die beiden ersten Versuche waren ungültig, so dass er im 3. Durchgang einen Sicherheitssprung machte, um sich die Endkampfteilnahme zu sichern. Dieser wurde mit 5,69 m vermessen – klar unter seinen Möglichkeiten. Nach dem 4. Versuch passte der Anlauf dann endlich und so erzielte Martin im 5. Durchgang beachtliche 5,94 m. Natürlich wollte er gerne die 6 vor dem Komma haben, doch das Glück war ihm nicht hold. Im 6. Versuch sprang er weiter, aber der Sprung war leider erneut ungültig. So fehlten ihm am Ende nur 13 cm zur Bronzemedaille und er wurde Fünfter.
Die beiden erfolgreichen Trainerkollegen (v. li.): Martin Böhm und Sven Medenbach mit Svens Töchterchen Mia.
Die LSG richtete kürzlich einen kleinen Wurfwettkampf auf dem alten Sportplatz in Niederselters aus. Angeboten wurden Diskus- und Hammerwurf. In toller Form präsentierte sich Philip Sahler im Diskuswurf der M12. In seinem letzten Versuch steigerte er sich auf ausgezeichnete 31,28 m mit dem 750 g-Diskus. Ihm gelang damit zum ersten Mal ein Wurf jenseits der 30 m-Marke. Gleichzeitig stellte er mit dieser neuen persönlichen Bestweite in der langen Historie des alten Sportplatzes Niederselters einen neuen Platzrekord auf und steht nun mit 8 m Vorsprung in Hessen auf Platz 1.
Auch Amelie Rumpf (W13) warf den 750 g-Diskus so weit wie noch nie. Sie stellte mit 26,68 m eine neue persönliche Bestleistung auf. Hanna Schneider gewann den Diskuswurf der W14 mit 25,07 m vor Marie Sahler mit 20,25 m. Emma Keinbrecht (W13), deren Stärken eher im Lauf- und Sprungbereich liegen, möchte sich jetzt auch im Wurfbereich probieren. Sie erzielte im Diskuswurf 19,06 m. Bernhard Hauck vom ASC Darmstadt gewann mit 37,75 m den Diskuswurf der M60 knapp vor Dieter Laux. Dieter hatte sich eigentlich gerne noch für die Deutschen Seniorenmeisterschaften qualifizieren wollen. 39,50 m waren hierfür gefordert. Er hatte allerdings an diesem Tag kein glückliches Händchen und war überhaupt nicht zufrieden.
Schnappschüsse vom Diskuswurf (v. oben v. links) von Philip Sahler, Amelie Rumpf, Emma Keinbrecht und Marie Sahler.
Den weitesten Wurf mit dem Hammer erzielte Max Baier vom TV Fränkisch-Crumbach in der mJU20. Er steht aktuell auf Platz 4 in Deutschland und wuchtete das 6 kg-Gerät in beeindruckender Manier auf erstklassige 63,48 m. Ganz viel Pech hatte LSG-Hammerwurfspezialistin Marie Sahler. Sie steht aktuell auf Platz 3 in Deutschland, stürzte jedoch beim Einwerfen. Sie knickte mit dem Fuß um und verletzte sich an den Bändern. Sie muss nun mindestens zwei Wochen mit dem Werfen pausieren.
Ihre Trainingspartnerin Amelie Rumpf (W13) schleuderte den 2 kg-Hammer auf beachtliche 40,70 m, hatte sich aber noch mehr vorgenommen und war mit sich selbst nicht zufrieden. Auch Philip Sahler (M12) haderte ein wenig mit seinen 30,16 m. Pauline Schmitt erzielte im Hammerwurf der W15 mit dem 3 kg-Gerät erfreuliche 31,38 m und Hanna Schneider in der W14 28,65 m. Emma Keinbrecht (W13) gelangen in ihrem allerersten Hammerwettkampf auf Anhieb 17,38 m mit dem 2 kg-Gerät. Jürgen Willert siegte im Hammerwurf der M60 mit 29,42 m vor Dieter Laux mit 28,52 m.
In Action beim Hammer- und Diskuswurf (v. oben v. links): Jürgen Willert, Hanna Schneider, Pauline Schmitt und Dieter Laux.
Page 1 of 62