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Neuer Sportabzeichenrekord bei der LSG: 239 Absolvent*innen

Der Sport eröffnet viele Chancen, Menschen zusammenzuführen. Sich zu bewegen, macht Spaß und ist gesundheitsfördernd. Das Sportabzeichen ist der beste Antrieb für mehr Bewegung, denn es ist der stolze Beleg für die eigene sportliche Leistung.

Mit etwa 120 Personen war das Oberselterser Bürgerhaus gut gefüllt, als LSG-Vorsitzender Thomas Laux zur feierlichen Sportabzeichenverleihung der LSG begrüßte. Der Vorstand und zahlreiche Eltern hatten für ein großes Kuchenbuffet und viel Laugengebäck gesorgt, um den Sportabzeichenabsolventen und ihren Familien einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und kostenlosen Getränken zu bieten. Thomas Laux betonte einmal mehr, wie wichtig es dem LSG-Vorstand sei, dass der Breitensport in der LSG den gleichen Stellenwert einnehme wie der Leistungssport. Daher gebe es diesen besonderen Ehrungstermin, um jedem einzelnen Sportabzeichenabsolventen einen feierlichen Rahmen zu bieten.

Daraufhin übernahm LSG-Breitensportwartin Sabine Rumpf die Moderation und stellte anhand einer Bildschirmpräsentation die Zahlen, Daten und Fakten des LSG-Sportabzeichenjahres 2025 vor. Ein großes Team von 11 Sportabzeichenprüfer*innen und zahlreichen weiteren Helfer*innen hatte in 50 Abnahmeterminen über das ganze Jahr verteilt (zuletzt Ende Dezember) dafür gesorgt, dass die LSG in ihrer 56-jährigen Vereinsgeschichte nach der sensationellen Rekordmarke von 201 Sportabzeichen in 2024 wieder einen herausragenden neuen Rekord aufstellen konnte. „Mit 239 Sportabzeichen seid Ihr wieder einmal mit großem Abstand an der Spitze des Sportkreises Limburg-Weilburg!“, ergänzte Kreis-Sportabzeichenbeauftragte Nicole Schneider, die Sabine Rumpf bei der Ehrung unterstützte.

Mehr als 80 der insgesamt 239 LSG-Sportabzeichenabsolventen fanden sich zur feierlichen Verleihung der Urkunden und Abzeichen im Bürgerhaus Oberselters ein.

Auch 25 Familiensportabzeichen bedeuteten eine neue Bestleistung für die LSG. Alle Familien erhielten vom Sportkreis als besondere Anerkennung ein kleines Geschenk. Ein Familiensportabzeichen wird verliehen, wenn mindestens zwei Familienangehörige aus mindestens zwei Generationen das Deutsche Sportabzeichen im Kalenderjahr erfolgreich absolviert haben. Mitmachen können Eltern, Kinder, Großeltern, Enkel, Lebenspartner, Tanten, Onkel, Nichten, Neffen.

91 Kinder und Jugendliche (52 Mädchen und 39 Jungen) sowie 148 Erwachsene (56 Frauen und 92 Männer) hatten 2025 ihr Sportabzeichen bei der LSG absolviert. Besonders beeindruckend: Allein 61 Absolventen - davon 45 Erwachsene und 16 Kinder/Jugendliche - waren zum allerersten Mal dabei.

LSG-Vorsitzender Thomas Laux bedankte sich zusammen mit der Kreis-Sportabzeichenbeauftragten Nicole Schneider (re.) mit Blumen bei LSG-Breitensportwartin Sabine Rumpf (li.) für ihr unermüdliches Engagement zugunsten der Sportabzeichenaktion.

Auch 6 Menschen mit Behinderung bzw. Beeinträchtigung waren dabei. Sabine Rumpf hatte bereits 2023 die Qualifizierung zur Sportabzeichenprüferin für Menschen mit Behinderung absolviert. 2024 hatte dann auch ihre Schwester Jutta Rumpf diese Zusatzqualifikation erworben und 2025 kam Kerstin Rumpf hinzu. Kurz erläuterte Sabine ein paar Details zum Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung/Beeinträchtigung. So gelten z. B. Menschen mit einem künstlichen Knie- oder Hüftgelenk oder auch mit Asthma als Menschen mit Behinderung im Sinne der Sportabzeichenaktion bzw. alle, die einen dauernden Grad der Behinderung von 20 und mehr haben. Selbstverständlich gibt es das Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung auch für Kinder. Je nach Art und Schwere der Beeinträchtigung werden zehn Behinderungsklassen unterschieden und es gibt teilweise behindertenspezifische Disziplinen oder erleichterte Anforderungen. So kann jeder Mensch nach seinen individuellen Voraussetzungen mit angepassten Leistungsanforderungen gleichberechtigt das Deutsche Sportabzeichen erwerben.

Gleich 12 Absolventen konnten 2025 ein persönliches Jubiläum feiern: Florian Lesny, Henry Schulz, Benedikt Folda, Daniel Seck, Dieter Laux (jeweils 5), Anja Fliegner, Silke Lennartz, Rüdiger Sorg (jeweils 10), Christiane Lesny (15), Christa da Conceicao, Thomas Seyffert (20) und Sabine Rumpf (25). Die höchste persönliche Anzahl an Sportabzeichenabnahmen konnte Rita Rumpf mit 49 vorweisen. Die mittlerweile 79-Jährige hat seit 1977 ununterbrochen in jedem Jahr ihr Sportabzeichen absolviert. Jüngste Absolventin war mit 6 Jahren Emma Reichwein.

Die jüngste und älteste Sportabzeichenabsolventin sowie die Jubilare, die von der Kreis-Sportabzeichenbeauftragten Nicole Schneider (li.) geehrt wurden: Rita Rumpf, Emma Reichwein, (vorne v. li.), Anja Fliegner, Henry Schulz, Daniel Seck, Sabine Rumpf, Dieter Laux, Rüdiger Sorg und Christiane Lesny (ab 2. von li.).

Bevor LSG-Breitensportwartin Sabine Rumpf und Kreis-Sportabzeichenbeauftragte Nicole Schneider in familiärer Atmosphäre die Verleihung der Sportabzeichen vornahmen, bedankte sich Sabine Rumpf auch bei der DLRG Selters und hier insbesondere bei Melanie Guthmann: in Kooperation mit der DLRG hatte die LSG im letzten Jahr 3 Schwimmtermine anbieten können.

Ein besonderer Moment der Ehrung: Die Überreichung der Abzeichen und Urkunden an die Klasse 3c der Schule im Goldenen Grund Niederselters. Fast die komplette Klasse hatte – wie schon 2024 - ihr Sportabzeichen in Kooperation mit der LSG abgelegt. Klassenlehrerin Sylvia Weimer ließ es sich nicht nehmen, ihren Schützlingen persönlich zu gratulieren.

Bei netten Gesprächen klang der Nachmittag in lockerer Atmosphäre gemütlich aus.

LSG-Breitensportwartin Sabine Rumpf (re.) und Kreis-Sportabzeichenbeauftragte Nicole Schneider (hinten li.) nahmen zusammen mit Klassenlehrerin Sylvia Weimer (hinten 2. v. li.) die Verleihung der Sportabzeichen an die Klasse 3c vor. Stellvertretend waren (v. li.) Ben Guthmann, Lisa Schoppe, Ida Clemenz, Louis Lehr, Leo Neumann und Frederik Rödder vor Ort.

Sieben Siege für die LSG beim Brechener Straßenlauf - Toni da Conçeicão wird Kreismeister im Halbmarathon

Zum 18. Mal richtete die LG Brechen letzten Samstag bei strahlendem Sonnenschein ihren Straßenlauf mit Start am Brunnen in Oberbrechen aus. Angeboten wurden mehrere Schülerläufe als auch ein 5 km- und 10 km-Lauf sowie als „Königsdisziplin“ ein Halbmarathon im Emsbachtal und Wörsbachtal, der gleichzeitig als Kreismeisterschaft für den Kreis Limburg-Weilburg gewertet wurde.

Ein großes LSG-Aufgebot ging in den Schülerklassen an den Start.

Wie im letzten Jahr war das Aufgebot der LSG mit 22 Personen sehr groß – nur die LG Brechen als Gastgeberin hatte mehr Läufer*innen am Start. Allein 15 LSG-Kinder waren vertreten und sehr erfolgreich. Friederike Schoppe war nur eine Woche nach ihrem Einsatz bei der 50 km WM in Neu-Delhi mit ihren Schützlingen als Betreuerin unterwegs. Lars Gottschling (M11) wurde überlegen in 3:38,4 min Gesamtsieger über 1 km der U12. Leonard Sieber siegte in tollen 3:54,4 min in der M10. Marlon Schuhen (M13) war mit 13 Sekunden Vorsprung über 2 km der 12- bis 15-Jährigen in starken 7:55,4 min nicht zu schlagen. Marta Litzinger gewann in erfreulichen 8:49,3 min die Wertung der W13. Raphael Hörig wurde ganz knapp geschlagen 2. über 1 km der M8 (4:18,8 min). Auch Moritz Gottschling, Philipp Mauer und C. Balzer waren hier am Start.

Stark präsentierte sich einmal mehr Lotta Schmidt in 3:57,5 min als 2. der W11 über 1 km. Liam Fladung wurde ebenfalls 2. in der M11 (4:11,6 min) und E. Balzer 3. der W10. Im 500 m-Lauf der U8-Bambini starteten Mila Fladung, Tim Wenzel, Freyja Gottschling und Linus Sieber und hatten jede Menge Spaß, durch die Straßen Oberbrechens zu laufen und angefeuert zu werden.

Lars Gottschling (oben Mitte) führte das Feld über 1 km der U12 an und holte sich überlegen den Sieg. Tim Wenzel (unten li.) war im Bambinilauf am Start, Sascha Heimrich über 5 km der M45.

Mara Fladung (W30) trat über 5 km an und war in exzellenten 18:44, 6 min nicht zu schlagen. Hobbyläufer Sascha Heimrich freute sich über 26:05,1 min und den 4. Platz in der M45. Vom LSG-Lauftreff waren Simone Arnemann (W45, 27:58,9 min) und Inge Böcher (W70, 39:36,0 min) über 5 km vertreten. Beide siegten in ihren Altersklassen.

Der Lauf- und Walkingtreff war auf allen 3 Strecken vertreten: Harald Diehl (oben li.) über 10 km, Michael Fassauer (oben re.) beim Halbmarathon sowie Simone Arnemann und Inge Böcher (unten v. li.) über 5 km

Harald Diehl – ebenfalls vom Lauftreff – ging als einziger LSG-Athlet über 10 km an den Start und wurde in erfreulichen 52:30,8 min 6. der M55. Toni da Conçeicão startete auf der Halbmarathondistanz und konnte auf der ganzen Strecke einen guten Rhythmus für sich finden. In 1:27:23 h kam er als Gesamtzehnter des 83-köpfigen Starterfeldes am Brechener Marktplatz ins Ziel. Damit war er der schnellste Mann in der M50 aus dem Kreis Limburg-Weilburg über die 21,1 km und wurde somit Kreismeister. Vom LSG-Lauftreff war über die Halbmarathondistanz Michael Fassauer am Start und wurde in 1:54:24 h 9. der M55.

Toni da Conçeicão holte sich den Kreismeistertitel der M50 im Halbmarathon, Mara Fladung siegte über 5 km der W30.

Toller Saisoneinstieg: Lucija Heun genießt Frankfurter Halbmarathon Feeling

Beim 24. Frankfurter Mainova Halbmarathon gab es mit 10.553 Finishern zum 3. Mal in Folge einen neuen Finisher-Rekord. Hessens größte Halbmarathonveranstaltung mit Start und Ziel im Deutsche Bank Park erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Der Startschuss vor dem Waldstadion fiel am Sonntag um 10:05 Uhr bei frischen Temperaturen, aber herrlichem Sonnenschein. Die Rundstrecke führte die Teilnehmer zunächst durch den Frankfurter Stadtwald im südlichen Teil der Stadt. Das erste Drittel der Strecke verlief durch Niederrad, bevor es ab Kilometer 11 entlang des Mains durch Sachsenhausen-Süd ging. Die Route bot einen Blick auf die markante Frankfurter Skyline mit ihren Hochhaustürmen. 

Freudestrahlend nach ihrem Saisonstart beim Frankfurter Mainova Halbmarathon: LSG-Läuferin Lucija Heun.

Nach einem Wendepunkt bei Neu-Isenburg führte die Strecke zurück zum Deutsche Bank Park. Das Profil präsentierte sich mit lediglich rund 40 Metern Höhendifferenz außerordentlich flach – optimale Voraussetzungen für schnelle Zeiten. Jeder Kilometer war gekennzeichnet, drei Verpflegungsstationen versorgten die Läufer unterwegs mit Getränken.

Mittendrin im Laufspektakel: LSG-Läuferin Lucija Heun. Bereits zum vierten Mal war sie hier am Start. Dieses Mal allerdings mit wenig Vorbereitung nach einem ziemlich holprigen Winter mit vielen Erkältungen und wenig Training. Die W30-Läuferin ging ohne große Erwartungen an den Start. „Umso glücklicher bin ich jetzt mit meiner Zeit von 1:46:06 h. Nicht das, was ursprünglich geplant war, aber unter den Umständen bin ich mehr als zufrieden! Dazu noch Bombenwetter, eine tolle Stimmung an der Strecke und wie immer ein Traum, in Frankfurt zu laufen – einfach ein richtig tolles Rennen!“, berichtete die LSG-Athletin begeistert von ihrem Saisonstart. „Für mich ein super Einstieg in die Saison – ich freue mich auf die kommenden Wettkämpfe.“

Lucija Heun lief als 666. der insgesamt 4.091 weiblichen Teilnehmerinnen ins Ziel und wurde 149. in der W30.

Ein schönes Andenken: Die Finisher-Medaille.

LSG-Familie feiert Friederike Schoppes WM-Erfolg

Am Freitagabend zur Trainingszeit ihrer Schülergruppe überraschte die LSG-Familie Friederike Schoppe mit einem kleinen Empfang und Umtrunk, um ihre außergewöhnliche Leistung bei der 50 km WM zu würdigen. 

Bürgermeister Benjamin Zabel, LSG-Vorsitzender Thomas Laux (v. li.) und Ortsvorsteher Heinz Seidel (re.) beglückwünschten Friederike Schoppe zu ihrer Glanzleistung für die deutsche Nationalmannschaft. 

LSG-Vorsitzender Thomas Laux ließ in seiner Ansprache zunächst Friederikes „indische Nacht“ - wie die Nassauische Neue Presse das Nachtrennen in Neu-Delhi betitelt hatte - noch einmal Revue passieren. Dabei hob er hervor, dass die LSG-Familie unglaublich stolz auf Friederikes Leistung sei und absoluten Respekt vor dieser Höchstleistung und auch dem enormen Trainingsfleiß habe. 4500 km absolviert die 49-Jährige in einem Jahr, um auf diesem Niveau laufen zu können. In der Hauptvorbereitungszeit sind es durchaus auch 150 km in einer Woche. „Wir freuen uns riesig mit Dir, dass Du in der Frauenklasse für Deutschland an den Start gehen durftest und Dir ein solch tolles Rennen gelungen ist!“

Auch Bürgermeister Benjamin Zabel und der Niederselterser Ortsvorsteher Heinz Seidel waren als Gratulanten vor Ort und würdigten Friederikes Leistung und Erfolg. Weitere Gratulanten ließen ihre Grüße und Glückwünsche durch den LSG-Vorsitzenden übermitteln: Landrat Michael Köberle, die beiden Landtagsabgeordneten Tobias Eckert und Andreas Hofmeister sowie Leichtathletikkreisvorsitzender Lars Breuer waren an diesem Abend verhindert, um persönlich am Empfang teilzunehmen.

Nachlese Süddeutsche Hallenmeisterschaften: Lukas Glöckner mit Wimpernschlag Finale

Bei den Süddeutschen Hallenmeisterschaften der Aktiven und Jugend U18 nahmen von der LSG Lukas Glöckner sowie Lu Nierfeld teil.

Lukas probierte sich aus dem Training an die 400 m Sprintdistanz und wollte eigentlich nur im Vorlauf einen guten Lauf zeigen. Taktisch ist er im die 400 m im 3. Vorlauf nicht gut gelaufen und blieb mit einer Zeit von 50,21 sec hinter seinen Erwartungen. Dennoch qualifizierte er sich als 8. für das Finale am folgenden Sonntag. Dort kam es zu einem Wimpernschlag Finale. Lukas zeigte dabei einen guten Lauf und steigerte sich im Vergleich zum Vorlauf deutlich auf 49,35 sec. Dabei musste er sich denkbar knapp mit 4 Tausendstel mit dem 4. Platz vergnügen und verpasste so ganz knapp die Bronzene Medaille. 

Beim Dreisprung der weiblichen Jugend U18 startete Lu Nierfeld hoch, die noch der W15 angehört. Direkt im 1. Versuch zeigte Lu eine neue Bestleistung mit 10,60 m und verpasste mit 4 Zentimeter und Platz 9 nur knapp den Einzug in den Endkampf der besten 8.

Friederike Schoppe W45-Vizeweltmeisterin über 50 km: ihr härtestes Rennen aller Zeiten

Team Deutschland: Friederike Schoppe (Zweite von links) mit ihren Teamkolleginnen bei der 50-Kilometer-Straßenlauf-Weltmeisterschaft in Indien.

Nach nur zwei Tagen Eingewöhnungszeit in Neu-Delhi fiel der Startschuss für Friederike Schoppe bei ihrem WM-Debüt am frühen Samstagmorgen um 4:00 Uhr Ortszeit. Eine weitere große Herausforderung angesichts der ohnehin starken Belastung bei einem Ultralauf von 50 km. Diese ungewöhnliche Startzeit resultierte aus den klimatischen Bedingungen. In der Nacht herrschen derzeit 22º C, während die Temperatur tagsüber auf über 30º C ansteigt.

Um 1 Uhr sollte der Wecker klingeln. Doch Friederike Schoppe ging am Ende ohne Schlaf in das WM-Rennen. Durch die Zeitumstellung war ihr Biorhythmus nicht darauf eingestellt gewesen, entsprechend früh schlafen zu können.

Das Event fand direkt vor dem Nationalstadion der indischen Hauptstadt statt. Zehnmal musste die durchaus anspruchsvolle 5 km-Pendelstrecke absolviert werden. Die Untergründe wechselten ständig: Tartan, Gummi, Asphalt, längere Abschnitte uneben gepflastert, Bodenschwellen, Schlaglöcher - das Ganze im Dunkeln bei Laternenlicht und dazu eine enge 360-Grad-Kurve am Wendepunkt, der zehnmal zu passieren war.

Am Anfang lief es für Friederike wie geplant, aber bereits ab der 4. Runde - ab km 15 - fingen die „alten“ Probleme im Rücken und Oberschenkel an, so dass für sie nicht daran zu denken war, das Tempo zu erhöhen. Hinzu kamen zwei unausweichliche Toilettenstopps, die sie Zeit und Energie beim Anlaufen kosteten.

„Auf den letzten 10 km gab es nur noch den einen Gedanken, das Rennen auf jeden Fall für die Mannschaft zu finishen, denn unsere vierte Läuferin musste verletzungsbedingt aussteigen“, berichtete Friederike von ihren Strapazen. „Also keinerlei Risiko mehr, nur noch durchkommen. Die Oberschenkel waren zu, der Rücken war wie blockiert. Ich stolperte immer wieder und wollte einfach nur noch vermeiden, hinzufallen, denn dann wäre ich nicht mehr aufgestanden.“

Auf den letzten 500 m, als es zum Zieleinlauf ins Stadion ging, mobilisierte sie ihre allerletzten Reserven und überspurtete noch eine Läuferin aus Taipeh. „Im Ziel war ich einfach nur glücklich, angekommen zu sein., schilderte Friederike ihre Gefühle. „Es war das härteste Rennen, das ich je hatte!“

Die Fakten: Sie überquerte nach herausragenden 3:43:23 h als 19. von 32 Frauen die Ziellinie. Zusammen mit ihren Teamkolleginnen Verena Cerna (3:26:21 h, 8.) und Florentine Beese (3:40:18 h, 16.) sicherte sie sich mit der Gesamtzeit von 10:50:02 h den hervorragenden 5. Platz von 8 gestarteten Teams. Zusätzlich gab es eine Altersklassenwertung. Friederike wurde Vizeweltmeisterin in der W45 hinter ihrer Teamkollegin Verena Cerna.

Ein weiterer Glanzpunkt: Trotz all der besonderen Umstände bzw. erschwerten Rahmenbedingungen verpasste die Ausnahmeläuferin nur um 3:21 min den deutschen Altersklassenrekord der W50 - dieser Altersklasse gehört Friederike seit Jahresbeginn an. Sicherlich ein Ansporn für ein weiteres Rennen über diese Distanz in nächster Zukunft.

Am Sonntagmorgen deutscher Zeit landete Friederike Schoppe schon wieder wohlbehalten in Frankfurt.

Für die LSG-Familie ist dieser herausragende Erfolg erneut ein Grund zum Feiern.

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