Premiumpartner
Premiumpartner
WeCanHelp

Daumen drücken: WM-Abenteuer von Friederike Schoppe ist gestartet

Bereits im Oktober war Friederike Schoppe vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und der Deutschen Ultramarathon-Vereinigung (DUV) in der Frauenhauptklasse für die 50 km-Weltmeisterschaften in Neu-Delhi/Indien nominiert worden. Ursprünglich sollte der WM-Lauf am 7. Dezember 2025 stattfinden.

Ganz kurzfristig war der Termin dann Ende November abgesagt und auf den 14. März 2026 verlegt worden. Für die Trainingsvorbereitung war dies ein schwieriges Unterfangen gewesen. Die 49-Jährige musste einen komplett neuen spezifischen Trainingsaufbau angehen.

Nun aber ist es endlich soweit! Friederike ist in der Nacht von Montag auf Dienstag in die indische Hauptstadt geflogen und jetzt heißt es „Daumen drücken“, wenn am Freitagabend um 23:30 Uhr hiesiger Zeit – in Neu-Delhi ist es dann 4:00 Uhr morgens am Samstag – der Startschuss fällt. Diese ungewöhnliche Startzeit resultiert aus den klimatischen Bedingungen. In der Nacht herrschen derzeit 22 Grad Celsius. Für 9:00 Uhr sind dann schon 25 Grad Celsius gemeldet und danach geht die Temperatur steil nach oben. Das wäre für einen solchen Ultralauf unerträglich.

Daumen drücken für Friederike Schoppe: Freitagnacht um 23:30 Uhr fällt für sie der Startschuss über 50 km bei der Weltmeisterschaft in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi.

Der DLV schreibt auf seiner Homepage „leichtathletik.de“ Folgendes zur 50 km-WM: „50-Kilometer-WM mit vier deutschen Läuferinnen"

Am Samstag (14. März) finden in Neu-Delhi (Indien) die Weltmeisterschaften im 50-Kilometer-Lauf statt. Für das deutsche Team gehen vier Läuferinnen ins Rennen: Verena Cerna (SSV Ulm 1846; 3:21:01 h), Sylvie Müller (MTG Mannheim; 3:20:58 h), Friederike Schoppe (LSG Goldener Grund Selters; 3:28:20 h) und Florentine Beese (Hannover Athletics; 3:26:10 h). Die Titelkämpfe waren ursprünglich für Dezember geplant und wurden kurzfristig auf den Termin im März verschoben. "Dieser Umstand stellt neben den dort herrschenden klimatischen Bedingungen, der Zeitanpassung und einer Startzeit um 4 Uhr morgens (23:30 MEZ) eine hohe zusätzliche Herausforderung dar", sagt Teammanager André Collet, der das Team gemeinsam mit Betreuerin Beate Behrendt und Trainer Andreas Kuhlen begleitet.“

Festliche und harmonische LSG-Jahreshauptversammlung

Erneut hatte der LSG-Vorstand alle Mitglieder, Freunde und Förderer sowie Ehrengäste zur Ehrungsfeier und Jahreshauptversammlung ins Kulturzentrum Alte Kirche in Niederselters eingeladen. Mehr als 70 Personen waren der Einladung gefolgt und erlebten eine feierliche und harmonische Veranstaltung. LSG-Vorsitzender Thomas Laux begrüßte als Ehrengäste Bürgermeister Benjamin Zabel, Ortsvorsteher Heinz Seidel, den Geschäftsführer Sport des Hess. Leichtathletik Verbandes, Carsten Ebert, die Leiterin der Kita St. Antonius Oberselters, Nicole Weniger-Sawetzki, die Leiterin der Kita Auenland Niederselters, Doreen Glöckner, sowie LSG-Ehrenmitglied Martin Rumpf. Landrat Michael Köberle sowie der 2. Vorsitzende des Leichtathletikkreises, Peter Köth, hatten ihre Grüße schriftlich übermittelt, da sie verhindert waren.

In ihren Grußworten hoben Bürgermeister Benjamin Zabel und Ortsvorsteher Heinz Seidel die wichtige gesellschaftliche Funktion des Ehrenamts hervor und lobten die LSG mit ihrem breit gefächerten Angebot an Breitensport und Leistungssport als sehr rührigen und ebenso erfolgreichen Verein.

Es folgten die Ehrungen für verdiente Funktionsträger. Carsten Ebert als HLV-Geschäftsführer überbrachte die Grüße sowohl des HLV als auch des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV). Zunächst verlieh er die Silberne DLV-Ehrennadel an den LSG-Vorsitzenden Thomas Laux. Ebert schilderte die Stationen dessen langjähriger und verdienstvoller Tätigkeit in der deutschen Leichtathletik und richtete gleichzeitig sehr persönliche Worte an den LSG-Chef. Er beschrieb ihn u. a. als empathische Führungspersönlichkeit und dankte ihm im Namen des DLV sowohl für sein bereits 27-jähriges Vorstandsengagement an verantwortungsvoller Stelle als auch seine mittlerweile 10-jährige Tätigkeit als ehrenamtlicher Trainer.

Für ihre außergewöhnlichen Verdienste in der LSG überreichte der HLV-Geschäftsführer die Goldene HLV-Ehrennadel an Jutta Rumpf. Die 51-Jährige ist seit 28 Jahren im LSG-Vorstand tätig. Seit 2011 verantwortet sie als Mitglied des Hauptvorstands die Finanzen des Vereins und ist außerdem bereits seit 19 Jahren als ehrenamtliche Übungsleiterin der Kleinkindergruppe tätig. Sie hat vor mehr als einem Jahrzehnt die Kinderleichtathletik in der LSG eingeführt und vorangetrieben, organisiert seit vielen Jahren das LSG-Bambinisportfest und ist bei sämtlichen Vereinsveranstaltungen als Helferin oder Kampfrichterin im Einsatz.

HLV-Geschäftsführer Carsten Ebert (li.) verlieh dem LSG-Vorsitzenden Thomas Laux die Silberne DLV-Ehrennadel und LSG-Kassiererin Jutta Rumpf die HLV-Ehrennadel in Gold.

Danach nahm LSG-Vorsitzender Thomas Laux die Verleihung von drei LSG-Ehrennadeln vor. Chantal Ferdinand erhielt die Bronzene LSG-Ehrennadel, die nach 10-jähriger Vereinsangehörigkeit und entsprechenden Verdiensten verliehen werden kann. Chantal gehört seit 2022 als Beisitzerin dem Vorstand an. Sie kümmert sich um den Instagram-Auftritt der LSG und stellt sich auch als Kampfrichterin und Helferin bei Wettkämpfen zur Verfügung. Die Silberne LSG-Ehrennadel kann nach 20-jähriger Vereinsangehörigkeit und großen Verdiensten verliehen werden. Julia Bremser und Jürgen Willert wurden hiermit ausgezeichnet. Die ehemalige Spitzenathletin im Diskuswurf war schon früh in die Vorstandsarbeit eingestiegen und ist mittlerweile bereits 15 Jahre dort tätig – zunächst 9 Jahre lang in verschiedenen Positionen im erweiterten Vorstand und seit 2020 als 1. Schriftführerin im Hauptvorstand. Außerdem bringt sich Julia stets als Kampfrichterin und Helferin bei Vereinssportfesten und Meisterschaften ein.

Jürgen Willert ist seit 20 Jahren Mitglied der LSG und von Beginn an im Vorstand und als Übungsleiter tätig sowie immer als Helfer zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird. Von 2013 bis 2019 war er außerdem im Leichtathletikkreis als Kampfrichter-Obmann engagiert. Einige Jahre leitete er für die LSG die Leichtathletik-AG in der Schule und war zuletzt im Vorstand als Schulsportbeauftragter tätig. Der LSG-Vorsitzende würdigte in seiner Ansprache dieses vielfältige Engagement und ging gleichzeitig zur Verabschiedung aus dem Vorstand über. Denn Jürgen Willert hat sich entschieden, sein Vorstandsamt aufzugeben. Er wird aber weiterhin als Übungsleiter tätig sein und sich als Kampfrichter und Helfer zur Verfügung stellen. Zum Abschied aus dem Vorstand erhielt der 63-Jährige ein kleines Geschenk. Auch Martin Böhm – bislang Kampfrichterwart – und Herman Schulz – bislang Beisitzer – wurden aus dem Vorstand verabschiedet.

Chantal Ferdinand (li.) wurde mit der Bronzenen LSG-Ehrennadel ausgezeichnet, Julia Bremser und Jürgen Willert (2. u. 3. v. li.) erhielten für ihre großen Verdienste die Silberne LSG-Ehrennadel.

Im Anschluss standen die besten LSG-Nachwuchs- und -Leistungssportler des vergangenen Jahres im Mittelpunkt. Sportwart Sven Medenbach berichtete über die herausragenden sportlichen Erfolge des letzten Jahres und die enorme Leistungsdichte innerhalb des Vereins. Er stellte dann in gekonnter Manier die besten 20 Athleten sowie die Pokalgewinner anhand einer Beamer-Präsentation vor und würdigte die Leistungen und Erfolge jedes einzelnen. Als Geschenk erhielten alle ein Paar Sportsocken mit LSG-Logo in den Vereinsfarben:

1. Lukas Glöckner (Pokal Bester Hürdenläufer und Bester Sprinter), 2. Sven Medenbach, 3. Friederike Schoppe (Pokal Beste Läuferin), 4. Sabine Rumpf (Pokal Beste Werferin), 5. Amelie Rumpf (Schülerpokal Beste Werferin), 6. Marie Sahler (Nachwuchspokal), 7. Marija Dedic, 8. Lu Nierfeld (Schülerpokal Beste Hürdenläuferin), 9. Christina Iyamu, 10. Milla Nierfeld (Pokale Beste Springerin und Beste Mehrkämpferin), 11. Hanna Schneider (Schülerpokale Beste Springerin und Beste Mehrkämpferin), 12. Felix Fliegner und Jayden Seck (Schülerpokal Bester Sprinter), 14. Polly Nierfeld, 15. Philip Sahler (Nachwuchspokal), 16. Greta Rumpf, 17. Mara Fladung, 18. Philipp Welcker und Jutta Rumpf, 20. Chantal Ferdinand und Madleen Manneschmidt. Paul Kaiser Nachwuchspokal, Lars Gottschling Schülerpokal Bester Läufer.

Sven Medenbach Athlet des Jahres

Danach nahm Thomas Laux die Ehrung des Athleten des Jahres vor – die höchste sportliche Auszeichnung innerhalb der LSG. Er war in geheimer Abstimmung vom Vorstand gewählt worden. Neben den sportlichen Leistungen flossen als sog. „soft skills“ die Einstellung zur LSG, der Trainingsfleiß und das kameradschaftliche Verhalten ein. Im Rahmen einer knappen Entscheidung war die Wahl für 2025 auf Sven Medenbach gefallen. 

LSG-Athlet des Jahres 2025 wurde Sven Medenbach (re.).

Mit der phänomenalen Zeit von 14,78 s über 110 m Hürden bei den Deutschen Meisterschaften der Masters war Sven mit 1 Sekunde Vorsprung überlegen Deutscher M35-Meister geworden. Er steht damit in Deutschland auf Platz 1 der M35 und auch im Wold Masters Ranking auf Platz 10 – also weltweit. Nicht einmal 4 Stunden später hatte er sich dann noch Bronze über 200 m gesichert.

Thomas Laux schilderte dann das unermüdliche ehrenamtliche Engagement des 35-Jährigen, der eine tragende Säule der Vereinsarbeit sei. Auch am Tag der Jahreshauptversammlung habe Sven wieder einmal seine eigenen Interessen hinter die der LSG gestellt. Zeitgleich fanden nämlich in Dortmund die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen statt, für die Sven sich überraschenderweise qualifiziert hatte. Doch er verzichtete auf einen Start und verantwortete in seiner Rolle als Sportwart einen wichtigen Teil der Ehrungsfeier.

Der LSG-Vorsitzende führte in seiner Laudatio aus: „Sven ist Trainer der Leistungsgruppe und steht mehrfach die Woche in der Halle bzw. auf dem Platz, er ist Webmaster der LSG-Homepage, er ist das Rückgrat für jeden LSG-Wettkampf - Organisation, Wettkampfbüro, etc. - Sven ordnet gnadenlos seine eigenen Interessen denen der LSG unter, siehe die Deutsche Meisterschaft heute. Sven - ohne Dich könnten wir viele Dinge in der LSG so nicht durchführen!“

Die besten LSG-Athleten und Pokalgewinner des vergangenen Jahres wurden für ihre Leistungen und Erfolge ausgezeichnet.

Nach dem Ehrungsblock zog der LSG-Vorsitzende in seinem Bericht des Vorstands erneut eine sehr positive Bilanz des letzten Jahres: Wie man eben gesehen habe, sei die LSG in 2025 sportlich wieder überaus erfolgreich gewesen. „Wir haben es im letzten Jahr wieder geschafft, sowohl im Leistungsbereich als auch in der Breite Akzente zu setzen. Im Breitensport waren wir neben unseren Kinder- und Jugendgruppen insbesondere bei den Sportabzeichen sehr erfolgreich. Dazu veranstalten wir am 14.03. eine gesonderte Verleihungsfeier, damit wir den Zeitrahmen heute hier nicht sprengen.“

Inhaltlich habe sich der Vorstand neben dem Tagesgeschäft hauptsächlich mit den folgenden Themen beschäftigt: Die LSG habe mit Kaja Hepp aus Weyer die erste FSJlerin in ihrer Geschichte angestellt. Seit dem 01.08.2025 und noch bis zu den Sommerferien habe die 17-Jährige eine volle Stelle bei der LSG inne und sei im Kinder- und Jugendtraining, in der Schule und in den Kindergärten im Einsatz. Dazu kämen auch administrative Aufgaben. „Für die Übungsleiter ist das eine große Unterstützung und Kaja selbst lernt sehr viel, bevor sie ihre Ausbildung beginnt.“

Außerdem sei die LSG 2025 dem Bündnis „Safe Kids“ beigetreten. Mit diesem Bündnis unter dem Dach der Sportjugend Hessen habe man verschiedenste Austausch- und Fortbildungsmöglichkeiten rund um das Thema Kindeswohl. Es erlaube nicht nur den beiden LSG-Kindeswohlbeauftragten Jutta Kerth und Lorena Weber, sich überregional zu vernetzen, sondern biete für alle Übungsleiter tolle Möglichkeiten, sich weiterzubilden. Das habe man im Februar auch genutzt für eine vereinseigene Fortbildung für Vorstand und Trainer. 

Im Bereich KiTa-Kooperationen habe man in 2025 eine 3. Kooperation mit dem katholischen Kindergarten St. Christophorus in Niederselters vereinbart. Daneben liefen die bisherigen Kooperationen mit der KiTa St. Antonius in Oberselters sowie Auenland in Niederselters erfolgreich weiter. „Damit bewegt die LSG an drei Vormittagen in der Woche insgesamt 150 Kinder. Dazu kommt noch die Kooperation mit der Schule im Goldenen Grund. Hier hat sich die Leichtathletik AG in der Grundschule von Friederike Schoppe fest etabliert und freut sich über immensen Zuspruch.“

Mit mehr als 70 Gästen war die LSG-Familie zahlreich versammelt.

Zeit und Energie habe der Vorstand auch in den Abschluss eines Nutzungsvertrags für den alten Sportplatz investiert. Hier plane man in diesem bzw. nächsten Jahr größere Renovierungsarbeiten an den Wurfanlagen. Zudem habe die LSG im vergangenen Jahr wieder ein tolles Spektrum an Wettkämpfen angeboten und sich erneut mit einem Hindernis-Parcours am Weltkindertag auf dem alten Sportplatz sowie einem Stand beim 3. Niederselterser Weihnachtsmarkt auf dem Brunnengelände beteiligt.

„Nicht unerwähnt lassen möchte ich das Trainingslager. Als Vorbereitung auf die Saison haben wir in den Osterferien ein tolles Trainingslager in Marina di Pietrasanta/Italien verbracht. Auch in diesem Jahr werden wir zum Trainingscamp nach Italien fahren, diesmal wieder an die Adria.“ Gleichzeitig bedankte er sich bei Martin Rumpf, der alljährlich für die Organisation des Trainingslagers verantwortlich zeichnet. Zum Abschluss gab der LSG-Vorsitzende einen Ausblick auf die geplanten Wettkämpfe in 2026 und bedankte sich bei allen, die die LSG auch 2025 aktiv und passiv unterstützt haben.

Es folgte der Bericht von Kassiererin Jutta Rumpf über die Finanzlage und die weiterhin positive Mitgliederentwicklung des Vereins (460 Mitglieder). Die Kassenprüfer bescheinigten ihr eine einwandfreie und sorgfältige Buchführung. Daraufhin wurde der Vorstand nach dem Antrag aus der Mitgliederversammlung einstimmig entlastet. Bei der im Anschluss erfolgten Neuwahl wurden sämtliche Mitglieder einstimmig gewählt. Der Hauptvorstand blieb unverändert: 1. Vorsitzender: Thomas Laux, 2. Vorsitzende: Kerstin Rumpf, Sportwart: Sven Medenbach, 1. Schriftführerin: Julia Bremser, 1. Kassiererin: Jutta Rumpf. Im erweiterten Vorstand gab es leichte Veränderungen: Hier kam Greta Rumpf als neue Kampfrichterwartin neu hinzu und Friederike Schoppe übernahm die neue Funktion „Schulsport- und KiLa-Beauftragte“. Die weiteren Mitglieder sind: Sabine Rumpf (Breitensportwartin und Statistikerin), Jutta Kerth (2. Schriftführerin), Kerstin Rumpf (Pressewartin), Jule Sahler, Lorena Weber, Chantal Ferdinand und Tanja Seck (alle Beisitzer).

Im Anschluss waren alle zu einem reichhaltigen Buffet eingeladen, das einmal mehr von Jule Sahler organisiert worden war, und so klang der Abend bei netten Gesprächen gemütlich aus.

Einen kleinen Blumengruß gab es als Dank für Jule Sahler, die wieder einmal ein tolles Buffet für alle Gäste organisiert hatte.

Bewegung für alle Kinder: Spezialfortbildung für die Kita-Kooperationspartner

„Bewegung für alle Kinder: Wir fördern die Zusammenarbeit von Kitas und Sportvereinen“ - so heißt es auf der Homepage der Sportjugend Hessen, die Trägerin der Initiative „mehr Bewegung in den Kindergarten“ ist. Unter diesem Dach betreibt die LSG seit 2018 eine Kooperation mit der Kita St. Antonius Oberselters und seit 2024 mit der Kita Auenland in Niederselters.

Im Rahmen dieser Kooperationen waren die LSG-Übungsleiterinnen, die die Kooperationen betreuen, und die entsprechenden Fachkräfte aus den Kitas zur jährlichen Spezialfortbildung in den Sportkindergarten Weiterstadt eingeladen.

Inhalte der ganztägigen Fortbildung waren bekannte und neue Bewegungsspiele mit und ohne Musik, praktische Bewegungsgeschichten, Entspannung, Anregungen für die Stundengestaltung mit fantasievollem Geräteeinsatz und Vorschläge für einen bewegten Elternabend. Die Referentin und Buchautorin, Annette Krawietz (Dipl. Sportlehrerin mit dem Schwerpunkt Psychomotorik), betonte noch einmal die Bedeutung von Bewegung und Sport für die frühkindliche Entwicklung.

Die LSG-Übungsleiterinnen Kerstin Rumpf (vorne) und Brigitte Ohde-Seidel (re.) nahmen zusammen mit ihren Kooperationspartnerinnen aus den Kitas, Sophie Steinheimer (links) und Nicole Weniger-Sawetzki (Mitte) an der Spezialfortbildung „mehr Bewegung in den Kindergarten“ der Sportjugend Hessen teil

Psychomotorik ist ein Ansatz, der die Bewegung als Mittel nutzt, um die psychische, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern zu fördern. Es geht darum, durch Bewegung und Spiel die Verbindung zwischen Körper und Geist zu stärken. Beim Balancieren beispielsweise trainiert ein Kind nicht nur seine motorischen Fähigkeiten, es lernt auch, sich zu konzentrieren, Ängste zu überwinden und Vertrauen in seine eigenen Fähigkeiten zu entwickeln. Diese ganzheitliche Entwicklung ist das Herzstück der Psychomotorik.

In der Praxis bedeutet dies, dass im Kindergartenalltag spezielle Aktivitäten angeboten werden, die genau auf diese Verknüpfung abzielen. Das können Spiele sein, die Koordination und Gleichgewicht fordern, kreative Konstruktionsspiele, die sowohl die Feinmotorik als auch das räumliche Vorstellungsvermögen verbessern, oder Rollenspiele, die helfen, soziale Kompetenzen zu entwickeln.

Durch diese Aktivitäten erfahren Kinder ihren Körper bewusst und lernen gleichzeitig, ihre Emotionen und ihr Verhalten zu steuern. Dies trägt wesentlich dazu bei, ein gesundes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen aufzubauen. Daher ist Psychomotorik eine Schlüsselkomponente in der frühkindlichen Bildung, die weit über das bloße „Herumtoben“ hinausgeht.

Jeden Donnerstag hält LSG-Übungsleiterin Brigitte Ohde-Seidel in der Kita St. Antonius Oberselters Bewegungsstunden für 3 Gruppen. Übungsleiterin Kerstin Rumpf kommt jeden Freitag in die Kita Auenland in Niederselters und bietet allen drei Altersgruppen eine Sportstunde von jeweils 45 Minuten an - vornehmlich auf dem Sportplatz.

Entwicklungsförderung durch Bewegung

Studien zeigen, dass Kinder, die regelmäßig psychomotorische Aktivitäten ausüben, besser in der Lage sind, soziale Kontakte zu knüpfen, Konflikte zu lösen und Stress zu bewältigen. Diese ganzheitliche Förderung macht Psychomotorik zu einem essenziellen Bestandteil frühkindlicher Bildung.

Die Hauptziele der Psychomotorik sind breit gefächert und zielen darauf ab, Kinder in ihrer Gesamtheit zu fördern. Ihre zentralen Ziele sind einerseits die Förderung der motorischen Entwicklung: Durch gezielte Übungen und Spiele werden die Grob- und Feinmotorik der Kinder geschult. Dies umfasst alles von der Koordination der großen Bewegungen, wie Laufen und Springen, bis hin zu feineren Aktivitäten wie das Zeichnen oder das Manipulieren von kleinen Objekten. Außerdem ist die Stärkung des Selbstbewusstseins und Selbstvertrauens ein wichtiges Ziel: Psychomotorik hilft Kindern, ein besseres Gefühl für ihren eigenen Körper zu entwickeln. Durch die Bewältigung körperlicher Herausforderungen lernen sie, ihre eigenen Fähigkeiten zu erkennen und zu schätzen, was wiederum ihr Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen stärkt.

Darüber hinaus geht es um die emotionale und soziale Entwicklung: Psychomotorische Aktivitäten bieten reichlich Gelegenheiten für soziale Interaktionen und emotionales Lernen. Kinder lernen, im Team zu arbeiten, zu teilen und abwechselnd zu spielen, was ihre sozialen Fähigkeiten verbessert. Gleichzeitig erleben sie verschiedene Emotionen, die sie lernen, zu verstehen und zu regulieren. Hinzu kommt die Unterstützung der kognitiven Entwicklung: Obwohl die körperliche Aktivität im Vordergrund steht, trägt die Psychomotorik auch zur kognitiven Entwicklung bei. Durch Bewegungsspiele und Problemlösungsaufgaben werden kritisches Denken, Gedächtnis und Problemlösungsfähigkeiten gefördert. Gleichzeitig zielt die Psychomotorik auf Kreativität und Ausdrucksfähigkeit ab: die Aktivitäten ermutigen Kinder auch, kreativ zu sein und sich durch Bewegung, Spiel und Tanz auszudrücken. Dies fördert nicht nur ihre künstlerischen Fähigkeiten, sondern hilft ihnen auch, Gefühle und Gedanken auf eine gesunde und produktive Weise zu kommunizieren.

Damit bietet die Psychomotorik eine umfassende Unterstützung für die Entwicklung von Kindern, die weit über die reine Bewegungserziehung hinausgeht.

Am Ende des Lehrgangs wurde eine Bewegungslandschaft aufgebaut und die Teilnehmerinnen probierten die Übungen selbst aus – etwa Krabbeln, Klettern und Balancieren auf wackligen Untergründen.

Peter Ringeisen startet Saison mit Halbmarathon in den Marburger Lahnauen

Der Lahntallauf des Ultra Sport Clubs Marburg ist seit mehr als 30 Jahren eine echte Traditionsveranstaltung. Zum Ende des Winters können hier alle Läufer*innen auf einem bestenlistenfähigen und flachen 10 km-Rundkurs ihre Form testen. Angeboten werden 5 Distanzen:10 km, Halbmarathon, 30 km, Marathon und ein Ultramarathon über 50 km. Start und Ziel befinden sich direkt an den Lahnauen, nicht weit entfernt von der Sporthalle des Georg-Gaßmann-Stadions.

Das Event erfreut sich seit Jahren höchster Beliebtheit und erzielt jedes Jahr einen neuen Teilnehmerrekord – so auch bei der 32. Auflage. Etwa 1.900 Laufbegeisterte machten sich am vergangenen Samstagmorgen auf den Weg, unter ihnen erstmals Peter Ringeisen. Auf dem Radweg zwischen dem Marburger Südbahnhof und Gisselberg an der Lahn absolvierte er einen Halbmarathon über 21,1 km.

„Tolle Stimmung und perfekte Organisation“, berichtete er begeistert. Der 50-Jährige absolvierte den Lauf aus dem vollen Training heraus – also ohne Erholungsphase im Vorfeld. „Ich bin voll durchgestartet. Es lief anfangs perfekt, bis in der 2. Runde der Gegenwind mir den Stecker gezogen hat. Das war hart!“, schilderte er den Rennverlauf. Nach 1:33:13 h – das entspricht einem Schnitt von 4:25 min pro Kilometer - überquerte er als 55. aller 733 Finisher die Ziellinie. „Vor Jahren wäre ich damit extrem zufrieden gewesen, aber heute bin ich nur halb zufrieden“, sagte Peter selbstkritisch. Trotz der langsameren 2. Streckenhälfte wurde er starker 2. seiner Altersklasse M50 – 33 Konkurrenten waren hier am Start gewesen.

Peter Ringeisen im Georg-Gaßmann-Stadion in Marburg – in der Nähe fiel der Startschuss für den Lahntallauf. Zu Jugendzeiten war Peter hier oftmals bei Leichtathletikwettkämpfen gestartet.

Marta Litzinger und Mara Fladung Favoritinnen für Seriensieg

Beim 2. Lauf der Dornburger Winterlaufserie in Langendernbach trumpften Marta Litzinger und Mara Fladung erneut auf. Nach ihrem überlegenen Sieg über 1000 m der W13 beim 1. Lauf in Frickhofen steigerte Marta ihre Zeit um mehr als 20 Sekunden auf starke 3:58 min. Damit wurde sie zeitgleich mit der Siegerin Zweite und ist nun Favoritin auf den Seriensieg in der W13.

Dasselbe gilt für Mara Fladung (W30). Auch sie war in Frickhofen überlegen zum Sieg über 10 km gelaufen. In ausgezeichneten 39:55 min war sie mit mehr als zweieinhalb Minuten Vorsprung schnellste weibliche Teilnehmerin gewesen. Nur 8 männliche Läufer des insgesamt 74-köpfigen Feldes trugen sich vor ihr in die Ergebnisliste ein.

In Langendernbach konnte auch sie ihre Zeit steigern. Und das bei herausfordernden Bedingungen: Schnee und Matsch an der Strecke, eine steile Passage auf der ohnehin anspruchsvollen Strecke sowie heftiger Nieselregen machten den Teilnehmer*innen am 5- und 10 km-Lauf zu schaffen, schrieb der Veranstalter auf seiner Homepage.

Diesmal lief Mara bereits nach 39:33 min über die Ziellinie. Wieder gewann sie überlegen die Wertung der weiblichen Klassen – mit 3 Minuten Vorsprung. Nur 6 männliche Läufer waren schneller als sie.

Auch ihre beiden Kinder waren diesmal mit am Start. Töchterchen Mila lief im Bambinilauf über 500 m als 6. nach beachtlichen 2:24 min ins Ziel. Sohn Liam wurde 5. der M11 in erfreulichen 4:17 min über 1000 m.

Am kommenden Samstag findet in Wilsenroth der abschließende 3. Lauf der Serienwertung statt und Marta und Mara sind Aspirantinnen auf den Seriensieg in ihren Klassen.

Erinnerungsfoto von Mara Fladung und Toni da Conçeicão vom 1. Lauf in Frickhofen und ein Schnappschuss von Marta Litzinger vom 2. Event der Dornburger Laufserie in Langendernbach.

22.02.2026 Dieter Laux Hessischer Senioren Hallenmeister

Die Herrenwaldhalle in Stadtallendorf war am vergangenen Sonntag ein gutes Pflaster für LSG-Senior Dieter Laux. Er trat bei den Hessischen Hallenmeisterschaften der Senior*innen an und ging im Kugelstoßen der M60 mit acht weiteren Konkurrenten an den Start.

Mit dem letztlich Zweitplatzierten lieferte er sich ein spannendes Duell. Dieter erzielte im ersten Versuch 11,65 m, sein Konkurrent zunächst 11,57 m, im zweiten Durchgang jedoch 11,73 m. Erst im fünften Versuch konnte Dieter kontern und wuchtete die 5 kg-Kugel auf die Führungsweite von 11,74 m. Seinem Konkurrenten aus Wiesbaden gelang jedoch keine Steigerung mehr. Dieter erzielte im letzten Versuch sogar noch einmal 11,73 m. Damit war er nicht zu schlagen und wurde Hessischer Seniorenmeister.

Dieter Laux wurde mit 11,74 m Hessischer Seniorenmeister im Kugelstoßen der M60.

Suche

We use cookies

We use cookies on our website. Some of them are essential for the operation of the site, while others help us to improve this site and the user experience (tracking cookies). You can decide for yourself whether you want to allow cookies or not. Please note that if you reject them, you may not be able to use all the functionalities of the site.