War das ein erfolgreiches Wochenende bei den Hessischen Meisterschaften der Männer, Frauen und U16-Schüler*innen in Darmstadt. Mit 12 Athlet*innen war die LSG zahlreich vertreten und mit 4 Hessenmeistertiteln, einem Vizetitel und weiteren 8 Platzierungen unter den Top Ten gelang ihnen ein glänzendes Ergebnis.
Gleich am ersten Wettkampftag staubten die jungen Werfer*innen mächtig ab. Drei von sechs zu vergebenden Hessenmeistertiteln im Hammerwurf gingen an die LSG, dazu gab es auch noch einen neuen Kreisrekord zu bejubeln. Gleich im ersten Versuch ließ Marie Sahler den 3 kg-Hammer im Wettkampf der W15 auf ausgezeichnete 48,76 m fliegen und bestätigte damit ihre bärenstarke Leistung aus Fränkisch-Crumbach, wo sie in der Vorwoche erstmals die 50 m-Marke übertroffen hatte. Der Titel war ihr damit sicher – und das mit 8 m Vorsprung!
In der W14 schleuderte Amelie Rumpf den 3 kg-Hammer ebenfalls gleich im ersten Versuch mit 46,77 m auf eine neue Kreisrekordweite und verbesserte ihre persönliche Bestleistung damit um einen weiteren Meter. Zum Vergleich: Bei den Meisterschaften im Vorjahr hatte sie noch 36,62 m erzielt. Amelie lag damit 13 m vor der Konkurrenz. Außerdem sicherte sie sich noch Bronze im Diskuswurf der W14 mit 26,26 m. Direkt hinter ihr platzierte sich Amalia Meyer mit guten 25,89 m mit dem 1 kg-Diskus. Amalia gehört eigentlich noch der W13 an und wirft daher eigentlich mit dem 750 g-Gerät. Ein toller Erfolg für sie in der älteren Altersklasse.
Das Triple an Hessenmeistertiteln machte Philip Sahler perfekt. Er startete als 13-Jähriger hoch in der M14 und warf den 4 kg schweren Hammer auf beachtliche 29,43 m. Eine sehr starke Steigerung auch für ihn - im Februar bei den Winterwurf-Meisterschaften hatte er noch 25,88 m erzielt.

Freude pur: Die drei Hessenmeister*innen im Hammerwurf strahlen um die Wette (von links): Philip und Marie Sahler sowie Amelie Rumpf.
Titel Nummer vier gab es an Tag zwei für Lu Nierfeld. Mit einem guten Vorlauf über 80 m Hürden in 12,38 s hatte sie sich souverän für das Finale qualifiziert. Hier gab es als „Nervenkitzel“ zunächst einen Fehlstart inklusive Disqualifikation der Athletin neben ihr. Trotzdem gelangen Lu ein guter Start und ein toller Lauf zum Hessenmeistertitel. In ausgezeichneten 12,25 s war sie nicht zu schlagen. Einziger Wermutstropfen: Sie verpasste gerade einmal um 5 Hundertstelsekunden die Qualifikationsleistung für die Deutschen Schülermeisterschaften.

Lu Nierfeld sprintete in ausgezeichneten 12,25 s zum Hessenmeistertitel über 80 m Hürden
Enttäuscht war sie allerdings über ihre Resultate im Weit- und Dreisprung. Mit 4,99 m bzw. 10,43 m und jeweils Rang 5 blieb sie unter ihren Möglichkeiten. Kraft und Dynamik in den Sprüngen hatten ein wenig gefehlt.
Freude dagegen bei Maja Blohm im Mehrfachsprung der W14. Ihr gelang zum ersten Mal das Übertreffen der 15 m-Marke. In diesem Fünffachsprung, der die Athlet*innen auf den Dreisprung vorbereiten soll, wurde Maja mit 15,04 m Fünfte. Dabei war sie sogar noch ein Jahr jünger als die Konkurrenz.

Maja Blohm übertraf im Mehrfachsprung zum ersten Mal die 15 m-Marke und wurde bei der älteren W14 Fünfte.
Eine spannende und packende Entscheidung gab es über 400 m Hürden der Männer. Lukas Glöckner ging das Rennen sehr schnell an - genau, wie seine Trainer es mit ihm abgesprochen hatten. Bis in die 2. Kurve einschließlich Hürde 7 von 10 lief es sehr gut, danach auch noch gut. Lange Zeit lag er deutlich in Führung. Erst ganz am Ende fehlte ihm die Kraft. So wurde er erst unmittelbar vor der Ziellinie um drei Hundertstelsekunden von Darius Gußmann (Eintracht Frankfurt) abgefangen und holte sich die Vizemeisterschaft. Seine Zeit von 51,73 s war exzellent - Saisonbestleistung und nur eine halbe Sekunde über seiner persönlichen Bestzeit. Damit steht er aktuell auf Platz 10 in Deutschland.
Nur anderthalb Stunden später sprintete Lukas starke 21,66 s im 200-m-Vorlauf, verzichtete aber aufgrund der starken Belastung durch die 400 m Hürden auf die Endlaufteilnahme.
U20-Athletin Milla Nierfeld startete hoch bei den Frauen und schrammte über 100 m Hürden nur knapp an einer Medaille vorbei. Sie sprintete nach ausgezeichneten 14,57 s als Vierte über die Ziellinie und blieb damit nur knapp über ihrer persönlichen Bestzeit. Im anschließenden Einlagelauf gelang ihr mit 14,61 s noch einmal ein beeindruckendes Resultat.

Milla Nierfeld sprintete über 100 m Hürden der Frauen auf Platz 4 und erreichte in starker neuer Bestzeit die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften über 200 m.
Wie schnell sie aktuell unterwegs ist, bewies sie dann auch noch über 200 m. Nach bärenstarken 25,24 s stürmte sie in deutlich gesteigerter Bestzeit als Viertschnellste aller Vorläufe ins Ziel. Sie erfüllte nun auch auf dieser Strecke die Norm für die Deutschen Jugendmannschaften, verzichtete dann aber auf die Teilnahme am Endlauf.

Sabine Rumpf schleuderte den Diskus auf 41,93 m und wurde Fünfte.
Einen weiteren 4. Platz gab es für Lotta Herdter über 300 m Hürden der W15 in 50,08 s. Platz 5 ging an Sabine Rumpf im Diskuswurf-Wettbewerb der Frauen mit 41,93 m. Fünfter wurde auch U20-Athlet Philipp Welcker im Hochsprung der Männer mit 1,80 m. Er scheiterte zweimal nur sehr knapp an 1,85 m, die neue persönliche Bestleistung bedeutet hätten.

Floppte über 1,80 m und wurde Fünfter im Hochsprung der Männer: Philipp Welcker.
Emma Keinbrecht sprintete über 100 m der W14 mit Gegenwind 13,99 s und verpasste nur um 2 Hundertstelsekunden den Zwischenlauf. In ihrem allerersten 300 m-Lauf startete sie höher bei der W15 und wurde 12. in 46,41 s.

Emma Keinbrecht (Mitte) wurde in ihrem ersten Rennen über 300 m Zwölfte bei der älteren W15.